Samstag, 23. Februar 2019

Stephen King - Das Monstrum »Tommyknockers«

Meine Wertung: ★★☆☆☆ 2/5

Autor: Stephen King

Titel: Das Monstrum

OT: The Tommyknockers

Verlag: Heyne

ISBN: 978345303670

Deutsche Erstausgabe 1988

Seiten: 877

Einband: Taschenbuch

Genre: Sci-Fi "Horror"

Dazu passt: literweise Espresso



"Letzte Nacht und die Nacht davor,
Tommyknockers, Tommyknockers
klopfen an mein Tor.
Ich möchte hinaus, weiss nicht, ob ich's kann,
ich hab' solche Angst
Vor dem Tommyknocker-Mann."
– Volksmund


Das Monstrum - The Tommyknockers

Was ist ein Tommyknocker?
Webster's Unabridged sagt:
a) tunnelbauende Trolle
b) Geister, die in verlassenen Bergwerken oder Höhlen spuken
»tommy« ist ein britischer Slangausdruck für Armeerationen. Dies führte dazu, dass man britische Rekruten als »tommies« bezeichnete.
Der Oxfrod Unbridged Dictionary identifiziert den Ausdruck "Tommyknocker" selbst zwar nicht, deutet aber an, dass Tommyknockers die Geister von Bergarbeitern sind, die an Hunger gestorben sind, aber noch immer wegen Essen anklopfen.

Für Jim Gardner sind es Strassenräuber, die im Schutz der Nacht stehlen, morden und ihre Opfer begraben. Er traut ihnen auch Kannibalismus zu.

In der Geschichte sind es Aliens, die vor x Jahren mit ihrem Raumschiff abgestürzt sind und sich den Menschen als Wirt nehmen, wie in "The Body Snatchers". Wer Lovecraft's "Die Farbe aus dem All" kennt, wird ebenfalls Parallelen finden.


"Das einzig Erschreckende an
Tommyknockers ist die Länge."
– Navi M. Gray


In einem Satz

Schriftstellerin findet ein Raumschiff im Wald, beginnt damit es freizulegen und gräbt somit etwas aus, was besser im Verborgenen geblieben wäre.


Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Nein. Tommyknockers ist ein seichtes Sci-Fi-Gewäsch, einfach damit man mal Aliens erwähnt hat... Hier ist es schwierig zu sagen, ob der dreistündige Film oder das Buch langweiliger ist...

Das Buch ist in drei Teile unterteilt. 
Buch 1 ist ok. Man lernt die Charaktere kennen und merkt schnell, was es mit der Graberei auf sich hat. Bereits nach kurzer Zeit werden Veränderungen deutlich. Jedoch verliert sich die Geschichte bereits im ersten Teil in King's Detailverliebtheit und wird anstrengend. 
Schön ist, dass das Hotel Alhambra Inn, welches wir aus Talisman kennen, kurz erwähnt wird. 

Buch 2 hat mir persönlich am besten gefallen. Man erfährt etwas über die Chronik der Stadt und wie Haven entstanden ist. In 10 Kapiteln wird über die Stadt, bzw. einige Bewohner erzählt. Es ist spannend und man hat Abwechslung. Darüber hinaus vergisst man die besessene Bobbie fast.

Buch 3 ist derart langweilig, dass es ein regelrechter Kampf bis zum Schluss war. Bobbie und Gart sind noch immer mit der Ausgrabung beschäftigt. Merkwürdige Dinge passieren. Menschen verändern sich. Die Tommyknockers nehmen Einzug in die Stadt...
Man hat das Gefühl, King sei es leid gewesen und wollte einfach noch irgendeinen Schluss schreiben. Und der hat es in sich. Als Leser bleibt man mit der Frage zurück "Genosse King, Dein Ernst?".
Empfehlen tue ich das zweite Buch und das Kapitel, in dem Anne, Bobbies Schwester vorkommt. Herrlich, wie er diese Frau beschreibt. Hin und wieder muss man lachen und denkt zurück an die Zeiten, in denen man im Dienstleistungssektor gearbeitet hat und auf solche Menschen gestossen ist. Nie wieder...


Spoiler - Gedankenstütze für mich

Die Mutantenbobbie erinnert an die Schnecke im Parasitenmuseum in Meguro, Tokyo. Durchsichtig und irgendwas (ein Parasit) pulsiert in ihr...


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