Freitag, 30. November 2018

Stephen King - The Stand: Das letzte Gefecht

 Meine Wertung: ★★★☆☆ 3/5

Autor: Stephen King

Titel: The Stand - Das letzte Gefecht

OT: The Stand

Verlag: Bastei Lübbe

ISBN: 9783404134113

Deutsche Erstausgabe 1984

Seiten: 1196

Einband: Taschenbuch

Genre: Endzeit-Thriller-Drama

Dazu passt:



Verschiedene Ausgaben


Es nervt mich, dass ich damals nicht die TB-Ausgaben im Schuber gekauft hatte. Aber was solls. Später dann kaufte ich die Ausgabe mit dem pinken Cover und begann mit Lesen. Dann erfuhr ich aber, dass die Ausgabe, die eigentlich wollte und nach der ich Jahre suchen sollte, die vollständige und ungekürzte Fassung enthält. Also wanderte die Gekürzte wieder ins Regal und ich verbrachte fortan viel Zeit auf ZVAB. Als schliesslich die Ungekürzte Ausgabe verfügbar war, fragte ich beim Anbieter nach und versicherte mich, die richtige zu bekommen. Und so geschah es.
Die oben angegebene ISBN bezieht sich auf die vollständige Ausgabe, welche am Ende dieses Beitrags abgebildet ist.

The Stand ist in drei Bücher unterteilt:
Buch 1: Captain Trips
Buch 2: An der Grenze
Buch 3: Das letzte Gefecht



"Mutter Abegail tut, was ihr Gott ihr befiehlt."
"Der Gott, der seinen eigenen Jungen ermordet hat, wie ich gehört habe."
– SK - The Stand

In einem Satz

Ein paar immune Menschen machen sich in einem Endzeitszenario auf den Weg nach Hemmingford Home zu Mutter Abegail und hoffen, das personifizierte Böse in Gestalt von Capt. Trips ausschalten zu können.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Ja!
Trotz der vielen Seiten ist The Stand ein durchdachter Endzeitthriller. Natürlich kommt auch hier oft Langeweile wegen zu viel unnötigen Blablas auf, aber hier kann man teils ganze Teile überspringen oder querlesen. 
Die vielen Figuren stören hier nicht. Es sind nicht zu viele, sodass man die Übersicht verlieren würde.  Ausserdem trifft man immer wieder auf sie, sodass man nicht vergessen kann, um wen es denn nun geht. 
Für Buch 1 gebe ich eine Wertung von 5/5. Der Spannungsaufbau ist genial! Man legt das Buch einfach nicht mehr aus der Hand.
Der Ausbruch des Virus und dessen Verbreitung wird wahrlich wunderbar geschildert. Durch die Dummheit eines Menschen, geht schliesslich der Grossteil der Menschheit zugrunde. Ganz im Stil seiner frühen Werke beschreibt King, teils sehr zynisch, wie sich einzelne Personen infiziert haben, wie sie es hätten verhindern können und wie sie schliesslich sterben. 
Buch 2 bekommt dann eine 2.5/5. Die einzelnen Kapitel und Abschnitte sind zu lang. Der Charakter Nadine nervt völlig und das Gewese um dieses verdammte Komitee ist anfangs zwar noch spannend, wird dann aber auch nur noch lästig. Erst ist es interessant zu lesen, wie sich die Menschen neu organisieren und wie sie dann gleich wieder eine Politik herbeisehnen und ein Komitee auf die Beine stellen. Vertreter der Stadt werden beschlossen und erstaunlicherweise besteht das Komitee aus Stew und dessen Freunden. 
Irgendwo in der Mitte von Buch 2 endet übrigens die Verfilmung. 
Buch 3 ist absolut unnötig und den Schluss hat King so richtig versaut! 

Die Figuren sind authentisch, auch wenn manche nerven (wie im richtigen Leben). Die Geschichte von Stew Redman ist in meinen Augen die spannendste - zumindest bis er sich mit diesem Weibsbild zusammentut. 

The Stand ist wieder ein Beispiel dafür, dass King's umfangreiche Bücher meist mit unnötigem Blabla vollgestopft sind. Nachdem das erste Buch derart spannend war, war es natürlich schwer, da anzuknüpfen, dennoch hätte ich ein bisschen mehr erwartet. Dass es so steil bergab gehen würde, hatte ich nicht erwartet. 


Spoiler - Gedankenstütze für mich

Leo hat das Shining.
Der Schluss ist ein Witz! Erstens ist es absolut billig, wie Captain Trips bezwungen wird und zweitens begrüsse ich es ja, wenn das Böse dann doch noch gewinnt, aber doch noch nicht so.