Sonntag, 8. Juli 2018

S. L. Grey - Underground

Meine Wertung: ★☆☆☆☆ 1/5

Autor: S. L. Grey

Titel: Underground

OT: UNDER GROUND

Verlag: HEYNE

ISBN: 9783453438101

Deutsche Erstausgabe 12/2016

Seiten: 383

Einband: Klappenbroschur

Genre: "Thriller"

Dazu passt: Brennsprit oder ein Kamin & Das Labyrinth der Puppen



#NoShopping

Underground ist auch ein Überbleibsel, das den grossen Umzug überdauert hat.


"Ich hätte es wissen sollen,
dass dieses Buch nichts wert ist..."
– Navi M. Gray


In einem Satz

Menschen verschanzen sich in einem Bunker unter der Erde, wo Klaustrophobie und etwas anderes ihnen zusetzen und bald der Erste stirbt.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

NEIN.
2016 hatte ich ja Das Labyrinth der Puppen von S. L. Grey zu lesen versucht. Das ging mir ja dermassen auf die Nerven, dass ich nicht sehr weit gekommen bin.
Hier haben wir das gleiche Szenario. Ein Buch mit wunderbarem Klappentext, dass sogar mich, die ich ja um die Unfähig von Sarah Lotz (Eine Autorin in diesem Gespann) wusste, dazu verleitet hat, den Autoren noch eine Chance zu geben. Es war die dritte und letzte Chance. Sarah Lotz' Die Drei war ja schon eine regelrechte Zumutung mit dieser Leichenfledderei und dem Genremix. Daher war ich beim Labyrinth der Puppen schon skeptisch und hier noch skeptischer, aber der Klappentext zog mich in seinen Bann!
Allerdings muss ich sagen, dass dieses Buch genauso schlecht geschrieben ist, wie die anderen beiden. Auch hier haben wir dieses Generve mit der direkten Rede:
- äusserte er, gab sie zu bedenken, sagte er, verneinte sie...
Und obwohl der Inhalt eigentlich spannend sein sollte, kommt keine Spannung auf. Allein die Sätze sind schon ohne Pepp. In diesem Buch war wirklich jeder gelesene Satz langweilig. Es packt einen überhaupt nicht. Die Figuren sind so kurz und knapp geschildert, dass eine Identifikation, Sympathien oder Abneigungen gar nicht erst entstehen können. Man hat zu wenig Material, um sich eine Meinung bilden zu können.
Natürlich geht es um einen Bunker, in dem mehrere Menschen leben, aber dieses Gehopse zwischen den einzelnen Figuren nervt. Besonders weil man kaum Hintergrundinformationen zu den Personen hat. Doch handelt jedes Kapitel von einer anderen Person. Man muss sich erst reinlesen, bis man kapiert, um wen es genau geht und in welcher Beziehung zu wem diese Person steht.
Wenn ich ein Buch lese, will ich vorwärts kommen und nicht erst puzzeln müssen - oder mir Notizen machen und ein Personenregister anlegen müssen.
Kurz gesagt, S. L. Grey haben eine langweilige und anstrengende Art zu schreiben. Und jetzt kann ich sagen, es liegt definitiv NICHT an der Übersetzung.
Das Apartment hat auch einen fesselenden Klappentext, und ich hätte es fast gekauft - werde diesen Fehler aber nicht noch einmal begehen. Drei Chancen für einen Autoren sind genug. 

Spoiler - Gedankenstütze für mich

Nie wieder ein Buch von Sarah Lotz und/oder S. L. Grey kaufen. STAY AWAY!

Danksagung

Zum letzten Mal bedanke ich mich beim Heyne Verlag für das Lex. Die künftigen Bücher werde ich auch wieder bezahlen müssen.