Donnerstag, 30. November 2017

Tim Miller - Familienmassaker

Meine Wertung: ★★☆☆☆ 2/5

Autor: Tim Miller

Titel: Familienmassaker

OT: Family Night, 2013

Verlag: FESTA

ISBN: Keine, da FESTA Extrem

Deutsche Erstausgabe Juni '15

Seiten: 152

Einband: Taschenbuch

Genre: Thriller

Dazu passt: sonstiger Müll vom FESTA-Verlag


Und einmal mehr hat Eure gute Rezensionistin Navi M. Gray Geld für Schund aus dem Fenster geschmissen. Ich ziehe ernsthaft in Erwägung, mit dem Rauchen kubanischer Zigarren zu beginnen. Einfach um diese mittels brennendem Geldschein anmachen zu können. So wüsste ich immerhin im Voraus, dass ich mein kostbares Geld verschwendete...


"Wenn Lesen zur Mutprobe wird..."
– Frank Festa

Ach Frank... Frankieboi... Netter Slogan, den Du da für Deinen Verlag gewählt hast. Jedoch trifft das auf die meisten Bücher nicht zu. Oder zumindest nicht auf jene, die ich mir zu Gemüte geführt habe... Ja ich bedauere den Kauf so mancher Bücher... Besonders dann, wenn sie keine ISBN haben und ein Etikett mit "Extrem" draufgepappt worden ist. Ja dann, kann ich mir sicher sein, ich verschwende mein Geld. Extrem ist dieses Buch vielleicht in den Augen einer Achtjährigen, die eben das Horrorgenre für sich entdeckt hat.
Obschon mir das Portrait des Autoren äusserst sympathisch erscheint, komme ich nicht umhin diese 152 mit einer Rezension zu versehen, die so wahr ist, wie ich hier sitze und bei einer Tasse Grüntee schreibe.
Pluspunkt: Der Autor war sich kurz zufassen in der Lage. Meinen ergebensten Dank, Tim Miller.

In einem Satz

Familienmassaker in Flaschen abgefüllt ergibt ein prima Schlafmittel.

Ein Familienvater erzieht seine Kinder zum Kannibalismus und entführt irgendwelche Frauen, um diese dann mit den Kindern verspeisen zu können.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Nein! Um Himmelswillen! Nein! 
Hände weg von diesem Buch! 

Die Story ist so seicht und absehbar, dass man sich ein bisschen mehr Kreativität seitens Herrn Miller wünscht. 
Beispiel: Eine Lagerhalle im Wald. Das Opfer humpelt den Weg entlang, anstelle sich durchs Unterholz in die Freiheit zu kämpfen... Sämtliche Handlungen sind absolut absehbar. Überraschungen bleiben aus. Somit kommt auch keine Spannung auf. Einzig an der Stelle, wo man wissen möchte, ob die beiden letzten Opfer nun überleben. 
Dann hat es Herr Miller wohl seinen Vorbildern (wenn er denn welche hat) gleichtun wollen, in dem er diese lieblos hingeschmierte Sonntagsnachmittagsarbeit mit einem Epilog versehen musste. Natürlich. Einfach der Erledigungspflicht halber habe ich diesen dann auch noch gelesen und wahr, oh siehe da, gar nicht überrascht. Denn auch mit diesem Ausgang war zu rechnen. 
Tim Miller hat dieses Buch im CreateSpace veröffentlicht. Das muss nichts Negatives sein. Aber doch stelle ich mir die Frage, wieso ein Frank Festa, der seine Seele dem Verlegen der übelsten Horrorliteratur verschrieben hat, so etwas verlegt. 

Offenbar glaubt man, dass man mit einem bisschen Sadismus und einem Kannibalen bereits das Geheimrezept für einen guten Horrorroman gefunden hat. Lieber Herr Miller mitnichten. 

Spoiler - Gedankenstütze für mich

Halte dich von FESTA Extrem fern...