Donnerstag, 29. Dezember 2016

Jeff Menapace - Das Spiel 1 - Opfer

Meine Wertung: ★★★★☆ 4/5

Autor: Jeff Menapace

Titel: Das Spiel #1 - Opfer

OT: Bad Games

Verlag: Heyne (what else -_^)

ISBN: 9783453677074

Deutsche Erstausgabe: 12/2016

Seiten: 400

Einband: Taschenbuch

Genre: Thriller

dazu gehören:
Menapace - Das Spiel #2
Menapace - Das Spiel #3


"FUNNY GAMES
ein bisschen anders..."


Auf der Rückseite des Buches steht in grossen und roten Lettern "FUNNY GAMES" zu lesen. Und genau daran erinnert der Inhalt des Buches. Wem diese beiden Worte zusammen kein Begriff sind, der möge sich hier kundig machen:
FUNNY GAMES 1997 auf IMDB (das österreichische Original)
FUNNY GAMES US 2007 auf IMDB (das ami Remake)
-> Merksatz an mich selbst: Nach dem Schreiben dieser Rezension beide FUNNY GAMES schauen.

Eine Familie bestehend aus Vater, Mutter und Sohn fahren in ihr Ferienhäuschen am See und werden von zwei jungen Gentlemen in ein sadistisches Spiel um Leben und Tod verwickelt. So der Plot des Films. So auch der Plot des Buches von Jeff Menapace - nur dass hier der Schluss ein wenig anders ist -_^

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Ja. Wer gerne Thriller liest kommt hier auf seine Kosten. Mir wurde das Buch von einem Bekannten empfohlen, der jedoch in Sachen Gewalt und Brutalität übertrieben hatte. Meiner Meinung nach ist es dezent brutal. Zwei Eltern werden ein bisschen gefoltert und ein Rentnerehepaar wird erschlagen. Auf einen Mann wird gefühlte 800x mit dem Messer eingestochen. Dies alles geschieht im letzten Drittel des Buches. 
Am Anfang begleiten wir die Familie Familie auf ihrer Fahrt zum Crescent Lake, wo sie meinen von einem Auto verfolgt zu werden. Mit dem Fahrer machen sie dann an einer Tankstelle Bekanntschaft. Während dem Familienvater Patrik Lambert der Typ etwas merkwürdig aber dann doch harmlos erscheint, ahnt der Leser, dass wir "Arty" nicht zum letzten Mal gesehen haben - und so soll es dann sein. 
Von Anfang an packend erzählt mit glaubwürdigen Figuren, die man mehr oder weniger ins Herz schliesst - besonders die beiden Brüder Arty und Jim -_^
Auch sprachlich ist es überraschend gut und hat nur teilweise ein paar Längen. 

Parallelen zu anderen Büchern/Filmen

Caleb, der kleine Sohn, erinnert an Gage in King's Friedhof der Kuscheltiere und man wünscht sich ein paar Mal einen LKW herbei... 
Tochter Carrie erinnert an Annie Creed aus King's Friedhof der Kuscheltiere, ist sie doch genauso störrisch und anstelle der Katze Church nennt sie eine Puppe ihr ein und alles. 
Dass die Idee höchstwahrscheinlich auf FUNNY GAMES zurück zuführen ist, habe ich ja bereits erwähnt. Sogar den Hund hat er mit eingebaut, nur dass dieser nicht geköpft wird. 
Gen Ende von Kapitel 4 ziehen die beiden Brüder in Erwägung, ihrem Opfer Zunge und Ohren abzuschneiden, dies zu konservieren und eine Halskette daraus zu fertigen. Und wer denkt hier nicht an Dolph Lundgren in Universal Soldier (IMDB)? "Er kann sie nicht mehr hören." Merksatz an mich: auch wieder Mal schauen.
Der Anfang von Kapitel 17, in dem beschrieben wird, dass die Arty und Jim alles, was sie je an "Spielen gespielt" haben und sich dann daran ergötzen erinnert unweigerlich an Motel aka Vacancy (IMDB). 
Menapace erwähnt zudem Klassiker wie, Friday the 13th (IMDB), Der Elefantenmensch (IMDB) und auch William March's The bad Seed (IMDB) (genial, als Buch wie auch als Film).


Und wie so oft, geht mein besonderer Dank an die Verlagsvertretung des Heyne Verlags, für die Zusendung des Rex <3




Sonntag, 11. Dezember 2016

Stephen King - Der Sturm des Jahrhunderts

Meine Wertung: ★★★★☆ 4/5

Autor: STEPHEN KING

Titel: Der Sturm des Jahrhunderts

OT: Storm of the Century, 1999

Verlag: Heyne (what else -_^)

ISBN: 9783453171558

Deutsche Erstausgabe: 2000

Seiten: 505

Einband: Taschenbuch

Genre: Horror / Mystery

ähnliche Titel: Needful Things, The Stand



"Gebt mir, was ich will 
und ich werde gehn."


Die 4 Sterne stehen für das Ganze. Die Story an sich erhält von mir 5/5 Sternen. Da ein Drehbuch gleicher Art leserfreundlich ist, wie etwa ein Theaterstück, gibt es den Abzug.
Damals, als wir gezwungen waren Shakespeare zu lesen, sah ich mich erstmals mit der Folter konfrontiert, welche das Lesen eines Theaterstücks auslöst. Hier verhält es sich gleich..

Als ich das Buch damals, irgendwann im Jahr 2000 gekauft hatte, begann ich zu lesen und lies es dann bleiben. Als dann, irgendwann im Jahr 2000 oder 2001 die TV-Miniserie im Fernsehen kam - ich meine es war auf RTL 2, las ich das Buch während dem Schauen des Films. Dies war für die erste halbe Stunde recht spassig ^_^

Eine geniale Erzählung, welche (einmal mehr) die Abgründe des Menschen zeigt. Linoge erinnert ein wenig an Leland Gaunt in Needful Things.
Das epische Winterszenario, welche mit der Endzeit gleichzusetzen ist, erinnert auch ein wenig an The Stand. Auch Linoge, als personifizierter Teufel erinnert daran.

Das perfekte Buch / der perfekte Film für die düstere Winterzeit ^_^

INHALT
Es geschieht im Jahr 1989, während sich die Bewohner von Little Tall Island auf einen Jahrhundertsturm vorbereiten, als ein Fremder in die Stadt kommt. Der Fremde, Andre Linoge, erschlägt offenbar grundlos eine alte Dame und sitzt gemütlich in einem ihrer Sessel in ihrem Wohnzimmer, als Mike Anderson, der Polizist, auftaucht und den Fremden festnimmt. Linoge wird in eine Zelle gesperrt, von wo aus er die Bewohner mit deren finsteren Geheimnissen terrorisiert und gegeneinander aufhetzt.
Seine einzige Forderung lautet "Gebt mir was ich will und ich werde gehn!". Der dunkle Magier ist auf der Suche nach einem Nachfolger und verlangt eines der Kinder der Inselbewohner. Sollte seine Forderung nicht erfüllt werden, so würde er sie alle töten.
Die Bewohner versammeln sich in der Kirche - oder der Stadthalle (habs vergessen), wo ein Kind ausgewählt und Linoge übergeben wird...



Richard Laymon - Das Ufer

Meine Wertung:
★☆☆☆☆ 1/5

Autor: Richard Laymon

Titel: Das Ufer

OT: The Lake, 2004

Verlag: Heyne Hardcore

ISBN: 9783453676473

Deutsche Erstausgabe 2016

Seiten: 576

Einband: Taschenbuch

Genre: Horror

Dazu passt:


"Der schlechteste Laymon
aller Zeiten"

"Das Ufer" heisst im Original "Der See", was zugegeben auch nicht viel treffender ist. Wie in nahezu jedem Buch Laymon's kommt ein See vor, dieser spielt jedoch keine zentrale Rolle. Da hätte man auch "Die Spur" "Das Ufer" oder "Der See" nennen können. Eher noch das Ufer, weil da mehr von einem Ufer die Rede war als in "Das Ufer". Ebenso gut hätte man dieses Buch hier auch "Der Kakao" nennen können, weil Deanna in einem Kapitel einen Kakao trinken geht.
Der See wird in einem Backflash Leigh's kurz erwähnt und dient als Kulisse für den Showdown, der hier auch eher mässig ist. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dieses Buch stammt nicht aus der Feder Richard Laymons.

Leigh, die als Teenie einem Mordanschlag entkommen ist, jedoch ihren Freund als blutige und zerfleischte Masse zurücklassen musste, hat mittlerweile eine Tochter, die von einem Verrückten verfolgt wurde und ebenfalls zusehen musste, wie ihr Freund abgeschlachtet worden ist.
Wir lesen viel Blabla um Familiendramen, wie schwierig ein Teenager sein kann und dann verliebt sich Leigh in den Polizisten Mace. Nachdem sie ihrem Koch ungerechtfertigt gekündigt hat, wird sie von ihm gejagt. Dieser lässt jedoch sein Leben bei Kannibalen.

Die Figuren sind allesamt unglaubwürdig. Die Story ist langatmig und will nicht voran kommen. Der Prolog erscheint absolut abstrus und hat mit dem Rest des Buches, etwa so viel gemeinsam, wie das einmalige Auftauchen der Kannibalen.
Ich gebe zu, dass ich die Seiten ab etwas über 100 Seiten nur noch überflogen habe. Wenn man auf Seite 428 einsteigt, passt das recht gut. Man verpasst nicht viel, ausser viel Blabla und erfährt gleich eine Rückblende und was es mit Mace und den Paynes auf sich hat.


- SPOILER -
Es stellt sich heraus, dass Mace der Bruder von Leigh's damaligem Freund und Deanna's Vater ist. Deren Mutter, hatte sich mit einem Indianer eingelassen, der die gemeinsame Tochter ermorden wollte, weil er glaubte, sie sei aufgrund des starken Haarwuchses mit einem Fluch belegt. Aufgrund einer List, erschlägt er aber ein anderes Baby, dessen Mutter sich daraufhin im Fluss ertränkt hat.
Mutter und Tochter überleben natürlich und treten im Epilog nochmals auf.

Herzlichen Dank an die Verlagsvertretung des Heyne Verlags, für die Zustellung des Reziex:



Sonntag, 4. Dezember 2016

Beryl Evans - Charlie the Choo-Choo

Meine Wertung: ★★★★★ 5/5

Autor: Beryl Evans / Stephen King

Illustrationen: Ned Dameron

Titel: Charlie the Choo-Choo

OT: Charlie the Choo-Choo

Verlag: Simon & Schuster

ISBN: 9781534401235

Erstausgabe: 2016

Seiten: -

Einband: Gebunden

Genre: Kinderbuch



"If I were ever to write a children's book,
it would be just like this!"
- STEPHEN KING




Eigentlich gibt es über dieses Buch nicht viel zu sagen. Wie bei Kinderbüchern so üblich, hat es nur ein paar wenige Seiten und wenig Text.

Zum Inhalt:
Charlie the Choo-Choo, einst eine strahlende und neue Dampflok muss dem stetigen Wandel der Zeit ins finstere Angesicht blicken. Eine neue Errungenschaft ist auf dem Markt: Die Diesellok!
Charlie wird fortan nicht mehr gebraucht, da die Diesellok im Unterhalt günstiger ist und zudem noch schneller von A nach B kommt, so wird Charlie auf einem Nebengleis abgestellt, wo er dahin rostet.
Der Ingenieur Bob, der im Führerstand vom Charlie gesessen hatte, kann den Verlust seiner Dampflok nicht verkraften, lehnt die Diesellok ab und verrichtet ab da Putzarbeiten, womit er zum Gespött seiner Kollegen wird.
Eines Tages benötigt der Chef der Railway Company eine Diesellok, welche allerdings aufgrund eines Defekts ausfällt. Bob sieht darin die Chance, seinem Freund Charlie the Choo-Choo wieder Arbeit zu verschaffen und überzeugt den Chef davon, Charlie zu nehmen.
Dieser erwacht zu neuem Leben und erfreut sich an seiner Arbeit sowie sich die Menschen in der Umgebung wieder an Charlie erfreuen können.

Die Illustrationen sind richtig süss und die Geschichte ebenso. ^_^


Charlie the Choo-Choo wird in Stephen King's Dark Tower Saga erwähnt. Da ich diese 8 Bände bisher noch nicht gelesen habe, muss ich mich auf Angaben aus dem Internet verlassen.
Die 8 Bände (Gebunden mit dem metallic Schutzumschlag - ausser Wind) stehen noch in Klarsichtfolie eingeschweisst im Regal und warten darauf, gelesen zu werden - irgendwann.

Der Autor heisst in Jake's Welt Beryl Evans, in Roland's Welt jedoch Claudia y Inez Bachman, was der Name der Frau von Richard Bachman ist. Der Name hat 19 Buchstaben und die Zahl 19 muss wohl von Bedeutung sein in dieser Fantasy-Saga sein.