Donnerstag, 12. Mai 2016

Stephen King - CUJO

Meine Wertung: ★★★★★ 5/5

Autor: Stephen King

Titel: CUJO

OT: Cujo, 1981

Verlag: Bastei Lübbe

ISBN: 9783404130351

Deutsche Erstausgabe: 1986

Seiten: 350

Einband: Kartoniert

Genre: Thriller

Dazu passt: Friedhof der Kuscheltiere


Es war im Jahr 1998 als klein Navi sich am Kiosk diese Ausgabe von Stephen King's Cujo kaufte. Zuvor hatte sie schon zahlreiche King-Verfilmungen gesehen und wollte nun mal ein Buch von ihm lesen. Noch heute höre ich die unheilverkündende Männerstimme im Fernseher "Nach einem Roman von Stephen King!", jene Ankündigung galt dem Film "Friedhof der Kuscheltiere", der um 22:15 Uhr ausgestrahlt wurde. Damals zeigten die TV-Sender Horrorfilme noch uncut. Kinder meiner Generation durften in guten Zeiten aufwachsen. Ein Hoch auf die 80er/90er!
Friedhof der Kuscheltiere 2 wurde bereits verstümmelt gezeigt... Aber dazu später, kommen wir zurück zu CUJO!

Ich rieche noch den Sommer, wenn ich dieses Buch anschaue. Ich sass auf der Terrasse an einem Sommernachmittag und las meinen ersten King im Alter von 12 Jahren. Ich war hin und weg!
Heute, 18 Jahre später, habe ich Cujo wieder gelesen und ich bin noch genauso begeistert, wie damals.

Das Buch beginnt mit dem Beschrieb einer Bestie, die nach Castle Rock gekommen ist, ein Serienkiller, auf welchen im Verlauf des Buches wieder Bezug genommen wird.
Im nächsten Kapitel begleiten wir den guten Cujo bei der Jagd auf ein Kaninchen. Dieses verschwindet in einer Höhle, in der sich Fledermäuse eingenistet haben. Niemand weiss um diese Höhle. Cujo passt lediglich mit dem Kopf in das Loch und weckt mit seinem Gebell die Fledermäuse auf. Eine, von Tollwut befallen, beisst Cujo in die Nase und das Unheil nimmt seinen Lauf...

Brett soll mit seiner Mutter Charity zu deren Schwester auf Besuch gehen. Er sieht, dass Cujo eine Verletzung hat und realisiert, dass sein Hund krank ist. An Tollwut denkt er nicht. Charity will nicht, dass er seinem Vater, Joe Camber, davon erzählt, weil er sonst die Reise verbieten könnte.
Vic Trenton ist auf Geschäftsreise, was ihm aufgrund der Situation zuhause sehr gelegen kommt. Seine Frau Donna hatte ihn betrogen. Währenddessen fährt Donna mit Sohn Tad zu den Cambers. Joe sollte ihren Wagen reparieren. Allerdings ist Joe bei seinem Kumpel Gary. Charity und Brett sind bereits bei Charity's Schwester eingetroffen. Einzig der Bernhardiner Cujo ist zuhause.
Donna's Wagen hat auf dem Hof der Cambers nun endgültig den Geist aufgegeben. Sie und Tad sind gefangen und die Hitze wird immer unerträglicher. Cujo, nahe dem Endstadium der Tollwut, will nur noch töten, denn die FRAU und der JUNGE sind verantwortlich für seine Schmerzen und so bewacht er den Wagen und wartet darauf, wieder töten zu können...

Tad sieht ein Monster im Schrank und glaubt schliesslich, Cujo wäre das Monster, das lebendig geworden ist. Die Geschichte um das Monster im Schrank ist unnötig. Die Geschichte ist auch so perfekt!

Die Nebenhandlung um Steve Kemp, der Mann, mit dem Donna eine Affäre hatte, ist absolut gelungen und glaubhaft.

Vic ist verantwortlich für die Werbung der Firma SHARP, die Frühstücksflocken herstellt. Dieser Erzählstrang ist zwar unnötig aber sehr witzig ^_^

Die raue Ehe von Charity und Joe Camber ist glaubhaft und einfühlsam geschildert.

Die Art, in der King Cujo beschreibt ist absolut inkommensurabel! Man verliebt sich in den Hund. In seine Unschuld und seine Güte. Selbst als er zu einer mordenden Bestie wird, hat man Mitleid mit ihm. Er kann ja nichts dafür...

Der Epilog ist ein Meisterwerk! Zurück zum Anfang! Es wird nochmals die Höhle beschrieben. Die Fledermäuse, die weitergezogen sind und wir erfahren, was aus dem Kaninchen geworden ist...

Für mich ist CUJO noch immer das stärkste, was King je zu Papier gebracht hat!