Donnerstag, 11. Februar 2016

Richard Laymon - Die Familie

Meine Wertung:
★★☆☆☆ 2/5

Autor: Richard Laymon

Titel: Die Familie

OT: Midnight's Lair, 1988

Verlag: Heyne Hardcore

ISBN: 978-3-453-67625-1

Deutsche Erstausgabe 2013

Seiten: 335

Einband: Taschenbuch

Genre: Horror

Dazu passt: Kilborn - Das Hotel


Nach dem ich Das Hotel von Jack Kilborn gelesen hatte, wollte ich mehr Hotel-Horror. So erging es mir auch nach Stephen King's Shining. Ich wusste, in meiner Sammlung habe ich etwas von Laymon mit der selben oder ähnlichen Thematik und so griff ich nach Die Familie.

Der Klappentext klang viel versprechend, wie immer bei Laymon. Über einem Höhlenlabyrinth befindet sich das Mordock Cave Hotel, ein Familienbetrieb, geführt von Vater und Sohn Kyle. Zimmer 115 ist stets für die attraktivsten Gäste reserviert.
Nach einem Stromausfall, wird das Höhlensystem für eine Touristengruppe zur Falle. Es gibt nur einen Ausweg: Ely's Mauer. Doch dahinter lauert das Böse, etwas das Fleisch will. Menschenfleisch.

In Zimmer 115 werden Frauen missbraucht und gefoltert. Dies wird allerdings nur in Kyle's Gedanken kurz angetönt und wir erfahren von einem Opfer, ich meine das erste Kyle's. Dies wird schliesslich gut verschnürt in die Höhle geworfen, um das, was in dem zugemauerten Bereich der Höhle lebt, zu füttern. Perfekt. Niemand vermisst diese Frau und eine Leiche gibt es auch keine mehr.

Ely's Mauer... dahinter oder darunter lag zuvor eine indianische Begräbnisstädte. Sehr originell... und hat auch nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Denn die eingemauerten Kreaturen erinnern mehr an "The Cave" oder "The Descent". Möglicherweise galt diese Erzählung Laymons als Inspiration für jene Filme?

Gut 200 Seiten und nichts passiert. Ich meine, wir zählen 5 erigierte Penisse und Typen, die Frauen mit ihren Blicken ausziehen. Typisch Laymon. Und hier einfach nur ätzend. Besonders wenn man Blut sehen will!

Auf den letzten paar Seiten kommt es dann endlich zum Showdown, aus dem man ebenfalls mehr hätte machen können. Die Mauer ist offen, die Kreaturen kommen heraus und stürzen sich auf die Touristen. Anstelle vom, für Laymon typische Sadismus, wird das Blutbad wieder von ätzendem Blabla und seichten Liebesgeschichten unterbrochen. Ganz surreal wird es, als die Kreaturen sich dem verrückten Kyle nähern und er daran denkt, Paula zu vergewaltigen, anstelle sich in Sicherheit zu bringen... Ich mein, WTF o_O

Laut Heyne, wurde an Die Familie, nichts verändert, bzw. zensiert. In dem Fall ist es einfach ein langweiliges Buch. Hoffen wir darauf, dass das nächste von Laymon etwas mehr Action bereit hält...