Sonntag, 3. Januar 2016

Joe Hill - Christmasland

Meine Wertung: ★★☆☆☆ 2/5

Autor: Joe Hill

Titel: Christmasland

OT: Christmasland, 2013

Verlag: HEYNE (what else)

ISBN: 978-3-453-43797-5

Deutsche Erstausgabe: 20013

Seiten: 799

Format: TB

Genre: fantastischer Thriller

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Mein erstes Buch von Stephen King's Sohn Joe Hill. Ich hatte mir zwei seiner Bücher gekauft und da es auf Weihnachten zuging, war Christmasland die erste Wahl. Erinnert Ihr Euch an den Kreuzritter in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug? Der, während der eine Typ elendiglich krepiert, in sachlichem Ton sagt "Seine Wahl war schlecht". Wäre eben jener Kreuzritter hier, würde er das gleiche sagen, denn meine Wahl war ebenso schlecht.

Charles Manx rettet Kinder vor ihren Eltern und bringt sie nach Christmasland. Die Figur Charlie Manx erinnert an so manchen Stellen an Willy Wonka, nur dass Wonka einer anderen Art von Geisteskrankheit verfallen war und meines Wissens nach keine Kinder getötet hat...
Er heuert einen neuen Lakaien an, der auf den Namen Bing hört. Bing. Wieso nennt man eine Romanfigur nach einer schlechten Suchmaschine?
Wie dem auch sei erfahren wir von Bing, welches Wundermittel es braucht, um Menschen zu betäuben, sprich willenlos zu machen. Vergesst den Gedanken gleich wieder, denn man bekommt Sevofluran nicht mal bei Amazon.
Im zweiten Erzählstrang haben wir Vicky, das Gör, McQueen, die als kleines Mädchen ein Raleigh-Fahrrad besitzt, mit dem sie eine alte Brücke herbeizaubern bzw. herbeifahren kann. Später dann hat sie ein Motorrad, das über die selben Kräfte verfügt. Durch diese Brücke kommt sie durch sogenannte Wurmlöcher, oder die Brücke an sich ist ein Wurmloch, in eine Parallelwelt, wo sie auf viele Personen und irgendwann erstmals auf Charles Manx trifft, ihm aber entkommen kann, jedoch soll sie ein zweites Mal auf ihn treffen, was dann nicht so glücklich enden soll...

Das Buch beginnt mit einem wunderbaren Anfang und zwei Erzählsträngen, die eine wunderbare Spannung aufbauen. Gegen Mitte verliert es sich jedoch in unnötigem Füllblabla und schafft es nicht, die anfängliche Spannung wieder aufzubauen.
Hätte Joe Hill sich auf die Grundidee konzentriert und die rund 300 Seiten Füllmaterial weggelassen, wäre aus Christmasland wohl eine Art Weihnachtsklassiker geworden. Schade drum.
Dennoch! Ich freue mich auf "Blind" von ihm.

Ein konfuser Auszug:
"(...) und die Vorstellung, dass Marta und ihre Mutter einem Ted Bundy oder Charles Manson in die Hände gefallen sein könnte, der sie zu Tode folterte, machte ihn ganz krank."

Wieso wird Charles Manson hier mit Ted Bundy verglichen? Wie wir heute wissen, hat Charlie Manson nie selbst handangelegt. Er hat "lediglich" zum Morden verleitet.
Wären David Berkowitz (Son of Sam), David Carpenter (Trailside Killer) und Donald Gaskins adäquater gewesen?