Freitag, 15. Januar 2016

Jack Ketchum - Amokjagd

Meine Wertung: ★★☆☆☆ 2/5

Autor: Jack Ketchum

Titel: Amokjagd

OT: Joyride, 1995

Verlag: Heyne Harcore

ISBN: 978-3-453-67545-2

Deutsche Erstausgabe 07/2008

Seiten: 288

Einband: Kartoniert

Genre: Thriller





Es ist selten gut, wenn man von einem "neuen" Autoren gleich mit dem Meisterwerk anfängt. Bei Jack Ketchum wurde mir damals "EVIL" empfohlen. Darauf habe ich jedes seiner Bücher geradezu verschlungen, gar jene recht abartigen über die Kannibalen. Da lange nichts Neues angekündigt war, hatte ich mir Amokjagd aufgehoben. Es ist wohl wahr besser als Lebendig, was auch nicht schwer ist, aber so wirklich gepackt hat es mich nicht.

Der Klappentext klingt recht viel versprechend: Lee und Carole töten Carole's Ex und lassen seinen Leichnam, der später hübsch beschrieben auftaucht, in den Wäldern liegen. Wayne hat den Mord beobachtet und heftet sich den Beiden an die Fersen, weil er meint, Gleichgesinnte gefunden zu haben und so beginnt eine Spritztour, auf der eine Vielzahl lebendige Körper zu leblose gemacht werden...

Amokjagd ist recht langatmig. Die ersten Seiten sind genau so, wie sie sein müssen: voller Spannung und brutal. Ketchum eben. Allerdings verliert sich die Story mehr und mehr in stupiden Dialogen. Als dann auch noch zwei Ermittler in Spiel gebracht werden und ich dieses "Ermittlerblabla" lesen musste, fragte ich mich, ob ich wirklich einen Ketchum in den Händen halte. Mir schoss die Frage durch den Kopf, ob es wirklich der gleiche Mann gewesen ist, der EVIL geschrieben hat. Kaum zu glauben.
Hinzu kommt, dass die Geschichte unglaubwürdig ist. Carole wird beschrieben, wie sie mit völlig verdrehten Gliedmassen im Strassengraben liegt. Sprich, Arme und Beine sind gebrochen. Kurz darauf geht es ihr aber so fantastisch, dass sie aus dem Haus rennen kann. Ähm ja?

Meiner Meinung nach ein recht schlecher Ketchum...