Donnerstag, 26. November 2015

Stephen King - Im Morgengrauen (Skeleton Crew I)

Meine Wertung: ★★★★☆ 4/5

Autor: STEPHEN KING

Titel: Im Morgengrauen

OT: Skeleton Crew I, 1985

Verlag: HEYNE (what else)

ISBN: 978-3-453-02134-7

Deutsche Erstausgabe: 1986

Seiten: 281

Format: Taschenbuch

Genre: Horror

Ähnliche Titel: AbgrundIm Kabinett des Todes, Gesang der Toten



Spannung:      Sprache:      Überraschung:     Ekelfaktor:       Gewalt:          Humor:
★★★☆       ★★☆        ★★★☆         ☆☆       ★☆☆       

Im Morgengrauen ist der erste von drei Sammelbänden, die im Original unter Skeleton Crew I-III veröffentlicht wurden. Im deutschen Sprachraum, bei Heyne erschienen sie erst in drei Einzelbänden:
Im Morgengrauen - Skeleton Crew I
Der Gesang der Toten - Skeleton Crew II
Der Fornit - Skeleton Crew III
Aktuell sind die drei Sammelbände im Wälzer Blut enthalten.

Den Anfang mache ich also hier mit Im Morgengrauen, zu dem es im Internet nirgends ein Cover zu finden gab, weshalb ich die Fotos nun wieder selbst mache.

Enthalten sind vier Kurzgeschichten. Omi wurde anno dazumals, unter dem Titel Tee für Omafür eine Folge von TWILIGHT ZONE verfilmt (Staffel 01 Episode 44). 2014 diente Gramma als Vorlage für den Spielfilm Mercy.

Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte

George Gregson erzählt seinen Kumpels beim Pokern die Geschichte von Henry Brower. Einem Mann, mit dem er in selbigem Raum gesessen hatte und pokern wollte. Henry Brower wollte niemandem die Hand geben. Als er das Spiel für sich entschieden hatte und von einem von Gregson's Kumpels berührt worden war, liess er den ganzen Gewinn liegen und rannte davon. 
Gregson, der Brower hinterher lief, erfuhr dann von Brower's schicksalhaftem Tag damals in Bombay...
4/5


Achtung - Tiger!

Charles muss dringend pinkeln gehen und wird von seiner Lehrerin Miss Bird gedemütigt. Als er dann doch noch den Waschraum aufsuchen darf, kann er diesen nicht betreten, weil er einen Tiger darin erspäht. Als er längere Zeit des Unterrichts fernbleibt, kommt einer seiner Klassenkameraden nach ihm sehen und macht Bekanntschaft mit dem Tiger...
2/5
Here there be Tigers, short movie, 2010


Omi

Ruth Bruckner fährt mit ihrem älteren Sohn Buddy ins Krankenhaus, da dieser sich ein Bein gebrochen hat. Da jemand auf die bettlägerige Omi aufpassen muss, lässt sie George an jenem 05. Oktober 1980 allein zu hause. George fürchtet sich zwar vor der Grossmutter, die seltsame röchelnde Laute von sich gibt, denkt sich aber, dass er seinen Mann stehen muss und bereitet Teewasser vor, da Omi, immer einen Tee haben will, wenn sie aufwacht. 
Doch an diesem Nachmittag wacht Omi nicht mehr auf, sie stirbt...
3/5


Morgenlieferungen (Milchmann I)

Der freundliche Milchmann Spike beliefert die Nachbarschaft mit Milch, Sahne und Saft und freut sich tierisch auf den Abend, wenn er seinen guten Kumpel Johnny Rockwell treffen wird, der in der hiesigen Wäscherei arbeitet, die nicht die Blue Ribbon ist. 
Spike liefert jedoch nicht nur Milch, auch andere Sachen oder gestreckte Milch... 
Spike kommt so fröhlich und amüsiert daher, dass man ihn einfach ins Herz schliessen muss! Schade, dass dies ein unvollendeter Roman King's ist. Ich freue mich darauf, den zweiten Teil wieder lesen zu dürfen, der in Der Fornit (Skeleten Crew III) enthalten ist. 
5/5


Der Nebel

Ich gebs zu. Ehe ich die Kurzgeschichte gelesen hatte, habe ich damals, 2007 die Verfilmung geschaut. Der Anfang war wieder typisch King. Die Wesen im Nebel liessen mich erschaudern, so schlecht animiert waren sie. Dann der Schluss. Ich habe mich weggeschmissen vor Lachen. Jedes Mal, wenn ich den Film schaue, breche ich bei der Schlussszene wieder in schallendes Gelächter aus. Jedes Mal denke ich mir, "hättest du einfach 5min gewartet... nur 5 Minuten..." So viel zum Film.

Das Buch beginnt ebenfalls mit einem Sturm, nachdem sich ein seltsamer Nebel über dem See bildet. David Drayton bemerkt den Nebel, auch seine Frau Stephanie ist besorgt. Sohn Billy erkundigt sich danach und David meint, das ist normal - ist jedoch selbst verunsichert.... 
Er lässt seine Frau zurück zuhause und fährt mit seinem Sohn und dem Nachbarn in den nächsten Supermarkt, um sich mit Lebensmitteln einzudecken. Ausserdem möchte er mit den Aufräumarbeiten anfangen. Als sie im Supermarkt sind, kommt ein Mann mit blutender Nase hereingestürzt und brüllt, dass etwas im Nebel ist. 
Der Nebel wird immer dichter und die Menschen sind im Supermarkt gefangen. Während die einen nach einem Weg suchen, da raus zu kommen, versammelt Misses Carmody ihre "Jünger" und predigt von der Apokalypse. Irgendwann fordert sie gar ein Menschenopfer, da dies der einzige Weg sei... 
Ein Kampf ums Überleben beginnt, sowohl im Inneren des Supermarkts, als auch draussen...

Das Buch wie auch der Film erinnern an H.G. Wells Krieg der Welten, wo auch plötzlich irgendwelche Wesen aus dem Nichts auftauchen. Bei Der Nebel wird immerhin angetönt, dass es etwas mit der Army zu tun haben könnte. Die würden irgendwelche Experimente machen... 
Hier muss ich allerdings sagen, dass mir der Schluss im Film besser gefallen hat.
4/5
The Mist, 2007