Sonntag, 13. September 2015

Buch VS Film: Der Werwolf von Tarker Mills


























Autor: Stephen King
Produzent: Dino De Laurentis
Drehbuch: Stephen King
Regie: Daniel Attias

Erscheinungsjahr Buch: 1983
Erscheinungsjahr Film: 1985
Genre: Drama | Horror
FSK: 18

Buch: Stephen King - Der Werwolf von Tarker Mills / Das Jahr des Werwolfs

Das Buch ist in 12 Kapitel gegliedert. Für jeden Monat gibt es ein Kapitel, in dem das Geschehen in Tarker Mills bei Vollmond geschildert wird. Die Bewohner und Opfer ziehen sich nicht durch das ganze Buch, sondern werden meist nur in einem der Kapitel erwähnt.

Der Film hält sich wage an die Buchvorlage. Marti, der im Buch in den letzten Kapiteln vorkommt, hat die Hauptrolle. Er glaubt recht schnell daran, dass die Morde von einem Werwolf begangen worden sind. Natürlich glaubt ihm das keiner...

Brady's Vater, der seinen zerrissenen Sohn begraben musste, ruft zur Selbstjustiz auf. Eine Gruppe mutiger Männer begibt sich bei Vollmond in die Wälder, um den Mörder zu fassen. Wenige kehren zurück...

Orte von Handlungen und Personen wurden für den Film verändert. Gelungen ist die Verwandlung des Werwolfs, als er schliesslich stirbt und wieder zum Menschen wird.
Bei Spielbergs JAWS wird die Qualität des Hais kritisiert. Man sähe, dass es sich um einen "Gummifisch" handelt. Nicht anders verhält es sich mit dem Werwolf, dessen Gummischnauze in mancher Grossaufnahme zum Schmunzeln verleitet. Man bedenke, dass der Film 1984 gedreht worden ist - zu einer Zeit, in der man sich noch die Mühe gemacht hat, Masken anzufertigen. Sollte es je ein Remake geben, werden wir wohl einen computeranimierten Werwolf vorgesetzt bekommen. Es mag auf meinen Jahrgang zurückzuführen sein, aber ich ziehe die "Gummitiere" aus den 80ern und 90ern klar vor.

Silver Bullet ist ein düsterer Film im klassischen Charme der 80er Jahre. Menschen werden zerfetzt und geköpft und somit wird auch mit Blut nicht gegeizt, weshalb die FSK auf 18 gesetzt worden ist.
Ich muss den Film im Alter von 10 oder 12 gesehen haben und erinnere mich noch gut an jenes Gefühl des Grusels beim Traum des Reverend, in dem sich die Kirchengänger in Werwölfe verwandeln...

Alles in Allem ein spannender und blutiger Film, wie ihn wohl nur Dino De Laurentis produzieren konnte.
Dennoch, wer das Buch kennt, dürfte über das eine oder andere Detail enttäuscht sein...