Sonntag, 2. August 2015

Linwood Barclay - Frag die Toten

Meine Wertung:
★★★★☆ 4/5

Autor: Linwood Barlcay

Titel: Frag die Toten

OT: Never saw it coming, 2013

Verlag: Knaur

ISBN: 978-3-426-51372-9

Deutsche Erstausgabe: Juli 2015

Seiten: 302

Format: Taschenbuch

Genre: Thriller

Ähnliche: Aus tiefster Seele


Spannung:      Sprache:      Überraschung:     Ekelfaktor:       Gewalt:          Humor:
★★★☆☆       ★★☆☆☆        ★★★☆         ☆☆☆☆☆       ★☆☆☆☆       ☆☆☆☆

Keisha hat DIE Einnahmequelle gefunden: Sie studiert Todesanzeigen, stellt Recherchen über die Familien an und gaukelt den Angehörigen vor, sie sei medial veranlagt und habe Visionen, welche schon oft dazu beigetragen hätten, die Vermissten wieder zu finden - tot oder lebendig.

Erst hilft sie den versnobten Eltern des jungen Justin, ihren geliebten, verjunkten Sohn wieder zu finden. Bald schon erfährt man, welcher Art Keisha's "Visionen" waren... Egal, denn die Kasse stimmt.

Bald schon erfährt sie vom Verschwinden der Frau von Garfield Wendell und sitzt kurzerhand in dessen Wohnzimmer, um ihm zu erzählen, was sie über das Verschwinden seiner Frau weiss. Da er recht reserviert und dazu noch zynisch ist, verlangt sie gleich $ 5000.- für ihre Vision. Garfield ist gänzlich uninteressiert und möchte Keisha los werden, da er sie durchschaut. Er ahnt, dass sie ihn nur ausnehmen will. Als sie jedoch das Schlüsselwort sagt, hat Garfield plötzlich grosses Interesse daran, zu hören, was diese Frau zu sagen hat. Denn sie scheint mehr zu wissen, als sie wissen sollte. Sie muss gesehen haben, was mit seiner Frau passiert ist.
Als Keisha dämmert, woher Garfields plötzliches Interesse kommt, ist es bereits zu spät, ihre Kehle wird zugeschnürt und sie ringt ums Überleben...

Manch einer würde dieses Buch als "anspruchslose Literatur" abstempeln. Muss ein gutes Buch denn immer hochliterarisch sein? NEIN.
Linwood Barclay hat einen genial konstruierten Thriller geschrieben, der voller Überraschungen steckt. Zahlreiche Wendungen machen das Lesen zu einem wahren Genuss und man legt das Buch nicht mehr aus der Hand.
Der Schluss ist schlichtweg genial konstruiert und alles andere, als absehbar.

Wer einen guten Thriller lesen will, der ohne Schlachtplatte auskommt, ist hier bestens bedient.
Übrigens, das Kapitel, in dem man erfährt, was mit Garfields Frau passiert ist, liess mir das Blut in den Adern gefrieren...



Herzlichen Dank nochmals an die Schweizer Verlagsvertretung für die Zustellung des LEX <3