Mittwoch, 26. August 2015

Jilliane Hoffman - Samariter

Meine Wertung:
★★★☆☆ 3/5

Autor: Jilliane Hoffman

Titel: Samariter, 2015

OT: All the little pieces, 2015

Verlag: Wunderlich

ISBN: 978-3-8052-0894-9

Deutsche Erstausgabe 07/15

Seiten: 476

Einband: Gebunden

Genre: Thriller




Während meiner Ausbildung zur Buchhändlerin erschien Hoffman's verstörender Thriller Cupido, von dem alle hin und weg waren. Darauf folgten Morpheus und Argus. Hier haben wir nun Samariter...

Nacht, Regen, Zuckerrohrfelder... Eine Frau auf der Flucht. Flieht vor zwei Männern. Die Atmosphäre ist beklemmend, beängstigend und derart spannend, dass man liest und liest und wissen will, was mit der Frau passiert... Während sie weiterhin vor den zwei Männern flieht, ist Faith unterwegs nach hause. Auf dem Rücksitz sitzt ihre kleine Tochter Maggie, die sich schlafend stellt. Die beiden kommen von der Geburtstagsparty von Faith' Schwester, mit der und deren Mann sie sich gestritten hat, was der Grund für das verfrühte Aufbrechen war. In der Hektik hat Faith gar Handtasche und Mobiltelefon liegen lassen. Sie wollte nur noch nach hause - trotz des Sturms.
Als sie anhält klopft es an die Fensterscheibe ihres Autos. Eine Frau steht davor. Die selbe Frau, die man zu Beginn des Buches auf der Flucht vor zwei Männern kennengelernt hat.
Sie fleht Faith an, sie in den Wagen zu lassen. Ihr zu helfen. Faith sieht die zahlreichen Piercing, die Tattoos und die Augen der Frau. Sie fürchtet sich. Die Frau muss auf Droge sein. Dann erspäht Faith die Silhouette eines Mannes. Es muss eine Falle sein. Faith denkt nicht daran, die Frau in ihren Wagen zu lassen.
Der Mann kommt näher. Nimmt die Frau in den Arm und verschwindet mit ihr im Regen. Faith lässt den Motor an und fährt nach hause. Was war das?

Ein paar Wochen später sieht sie einen Handzettel mit einem Bild der Frau aus jener regnerischen Nacht. Sie wird vermisst.
Hat Faith sich nun doch unterlassene Hilfeleistung vorzuwerfen? Wer war die Frau? Wer war der Mann? Was war geschehen?

Und nach gut 100 Seiten verabschiedet sich die Spannung. Bei Jilliane Hoffman ist es immer das gleiche: ein oder mehrere bestialische(r) Mord(e), Ermittlungen, ein oder mehrere Mörder, die Jagd beginnt...
Irgendwo in der Mitte kommt dann wieder ein bisschen Spannung auf. Der Schluss ist plump und leider so gar nicht überraschend.
Der Epilog lässt darauf schliessen, dass wir mit einer weiteren Fortsetzung rechnen können...