Sonntag, 26. Juli 2015

Stephen King - DOCTOR SLEEP

Meine Wertung:
★☆☆☆☆ 1/5

Autor: STEPHEN KING

Titel: DOCTOR SLEEP

OT: DOCTOR SLEEP, 2013

Verlag: Heyne (what else -_^)

ISBN: 978-3-453-26855-5

Deutsche Erstausgabe: 2013

Seiten: 703

Format: Gebunden

Genre: Schlafmittel

Ähnliche Titel:


Spannung:      Sprache:      Überraschung:     Ekelfaktor:       Gewalt:          Humor:
☆☆       ★★☆☆        ☆☆         ☆☆☆☆       ★☆☆☆☆       ☆☆☆☆

Es scheint fast, als ob ich beweisen müsste, dass ich nicht alles von Stephen King gut finde, dabei hatte ich mich wirklich auf dieses Buch gefreut! 2013 habe ich es nicht gelesen, weil mir der Sinn nicht nach einem erwachsenen alkoholabhängigen Danny Torrance stand, geschweige denn nach einer steam-raubenden Sekte.

Zum Erscheinen der Taschenbuchausgabe wollte ich fertig sein. WOLLTE. Das Buch liess es aber nicht zu. Zu langweilig und mühselig war es - oder ist es noch.
Wer weiss, vielleicht ändere ich meine Meinung - sollte ich es rund 10 Jahre später wieder lesen?

Für den Anfang bekommt DOCTOR SLEEP allerdings 5/5 Sternen. Typisch Stephen King! Vielversprechend und gruselig. Doch das wars dann auch schon...
Danny Torrance ist erwachsen und hat es seinem Vater gleich getan und sich dem Suff ergeben. Er reist durch die Staaten und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, bis er sich schliessich in einem Bergkaff niederlässt und als DCOTOR SLEEP in einem Hospiz arbeitet.
Dort stellt sich sein Shining nach langer Zeit wieder ein und er tritt in Kontakt mit der kleinen Abra, welche durch ihr Shining schon gar grausige Dinge gesehen hat.
Dann haben wir eine Sekte, welche Kinder mit Shining entführt, foltert und sie ihrem Steam aka Shining beraubt und so umbringt. Abra hat Visionen davon, was die Sekte aka der Grosse Knoten, mit dem Baseballjungen angestellt hat. Sie hat Angst. Sie weiss, wie werden auch hinter ihr her sein. So tritt sie in Kontakt mit Danny Torrance.
Die beiden freunden sich an und stellen sich der Sekte...

Wie kann man nach einem Buch wie SHINING, eine so trockene Fortsetzung schreiben? Wieso?
Die 703 Seiten sind künstlich gefüllt mit jeder Menge Blabla und unwichtigen Details, welche bei King ja eigentlich nicht stören - im Gegenteil. Aber hier... es mag keine Spannung aufkommen und die ganze Geschichte wirkt irgendwie lieblos geschrieben, ganz so, als ob eine gute Grundidee da gewesen wäre, die sich dann aber verloren hat und man das Buch aber trotzdem unbedingt fertig schreiben wollte...
Ich hatte mehr erwartet... schade.

S.J. Watson - Tu es. Tu es nicht

Meine Wertung:
★★☆☆☆ 2/5

Autor: S.J. Watson

Titel: Tu es. Tu es nicht

OT: Second Life, 2015

Verlag: Scherz by Fischer

ISBN: 978-3-651-00009-4

Deutsche Erstausgabe: Juli 2015

Seiten: 476

Format: Klappenbroschur

Genre: Thriller

Ähnliche: Deadline


Spannung:      Sprache:      Überraschung:     Ekelfaktor:       Gewalt:          Humor:
★★☆       ★☆☆☆        ★★☆☆         ☆☆☆☆☆       ★☆☆☆☆       ☆☆☆

S.J. Watson landete mit seinem Erstling Ich darf nicht schlafen einen Riesenerfolg! Der Roman war zu Beginn auch etwas mühsam, hatte aber ein Finale, das einem das Blut in den Adern gefrieren liess...
Dann habe ich erfahren, dass endlich ein zweites Buch von diesem Autor erscheinen wird! Die Auslieferung des Leseexempplars war kaum zu erwarten und dann war es endlich so weit. Der Sonntag war für die Lektüre des neuen Watson reserviert.

Etliche Autoren, die mit ihrem Erstling einen Bestseller landeten, zeigten mit Nachfolgewerken, dass es schwierig, teils gar unmöglich ist, an den ersten Erfolg anzuknüpfen. So waren die Erwartung an Watson natürlich riesig - und er konnte ihnen nicht gerecht werden.

Hier haben wir viel Blabla am Anfang und überhaupt will irgendwie keine Spannung aufkommen - erst gegen Ende, sprich auf den letzten 50 Seiten, auf denen das Finale beschrieben wird. Jenes ist durchaus spannend konstruiert, jedoch sorgt es bei geübten Thriller-Lesern keineswegs für Überraschungen, war doch ziemlich bald klar, wer denn nun Julia's Schwester umgebracht hatte und wer ein falsches Spiel mit ihr getrieben hat.

Tu es. Tu es nicht ist ein gemächlicher Thriller, über die Tücken und Gefahren, die in Internet-Bekanntschaften lauern und zeigt auf, was es für Folgen haben kann, wenn man Aktfotos mit dem Liebhaber macht. Eine Thematik, die wir nun auch schon oft genug hatten.

Mit dem Titel Deadline ist man besser beraten.

Renee Knight - Deadline

Meine Wertung:
★★★★☆ 4/5

Autor: Renee Knight

Titel: Deadline

OT: Disclaimer, 2015

Verlag: Godmann

ISBN: 978-3-442-31406-5

Deutsche Erstausgabe: Juli 2015

Seiten: 346

Format: Klappenbroschur

Genre: Spannungsroman

Ähnliche: Girl on the Train


Spannung:      Sprache:      Überraschung:     Ekelfaktor:       Gewalt:          Humor:
★★★☆☆       ★★☆☆☆        ★★★☆☆         ☆☆☆☆☆       ★☆☆☆☆       ☆☆☆☆☆

Aus dem Briefkasten holst Du einen braunen Umschlag. In der Küche öffnest Du diesen und holst ein Buch heraus. Irgendwann beginnst Du in dem Buch zu lesen und realisierst, dass das Buch auf Deinem Leben basiert. Die Figuren tragen andere Namen, die Geschehnisse erscheinen leicht verändert, doch es ist Deine Geschichte. Du bist die Hauptfigur. Allerdings dürfte niemand von jenem Abschnitt Deines Lebens wissen. Der einzige Mitwissende ist längst tot. Wer hat Dir dieses Buch geschickt? Wer hat es geschrieben? Wer kennt Dein dunkelstes Geheimnis?

Auf dem Cover meines Leseexemplars steht "Psychothriller" in roten Lettern. Auf jenem Cover hier heisst es "Psychologischer Spannungsroman" was eher der Wahrheit entspricht. Ein Spannungsroman. Wer auf rohe Gewalt, Sadismus und Blut hofft wird enttäuscht sein. Bei Deadline handelt es sich um einen ausgeklügelten Roman, dessen Figuren allesamt mehr oder weniger miteinander verbunden sind, teils wissentlich, teils unwissentlich.
Da die Verbindungen zwischen den Personen erst im Laufe des Buches ersichtlich werden, kann ich gar nicht viel mehr vom Inhalt erzählen, ohne ein Überraschungsmoment zu verraten, weshalb ich davon absehe.
So viel sei gesagt, auch wenn man denkt, in einem Kapitel herrsche nur füllendes Blabla, sollte man es aufmerksam lesen, denn es stecken überall kleine Fetzen der Wahrheit und der Auflösung drin. Gegen Mitte des Buches werden Genrekenner ahnen, was für eine Auflösung ihnen bevorsteht - dennoch sollte man Deadline bis zur letzten Seite lesen.

Ein gut durchdachter und verstrickter Spannungsroman, der ohne Blutbad und sadistische Psychopathen auskommt um zu überzeugen.

Samstag, 11. Juli 2015

Jenny Blackhurst - Die stille Kammer


Meine Wertung:
★★★☆☆ 3/5

Autor: Blackhurst, Jenny

Titel: Die stille Kammer, 2015

OT: How I lost you, 2015

Verlag: Bastei Lübbe

ISBN: 978-3-404-1729-1

Deutsche Erstausgabe 06/15

Seiten: 444

Einband: Kartoniert

Genre: Psychothriller

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Zu lang!
Eigentlich würde das als Rezension schon reichen -_^ Scherz beiseite.
Emma Cartwright ehemals Susan Webster, hat eine neue Identität und lebt in weiter Ferne von ihrer Heimat - seit sie ihren Sohn ermordet hat.
Niemand weiss um ihre Vergangenheit, einzig ihre beste (und einzige) Freundin, welche sie im Gefängnis kennen gelernt hat.
Eines Tages erhält sie einen Brief, der an Susan Webster adressiert ist und in dem sich das Foto eines Kindes befindet, auf welchem geschrieben steht, dass der Junge auf dem Bild ihr Sohn sei.
Kann es sein, dass ihr Kind noch am leben ist?
Als sich weitere seltsame Begebenheiten häufen, beginnt Susan Nachforschungen anzustellen. Hat ihr Exmann etwas damit zu tun? Lebt ihr Sohn tatsächlich noch? Steckte der Arzt mit der Polizei unter einer Decke? Wenn ja, wieso? Oder verliert sie ganz einfach den Verstand, da sie den Tod ihres Kindes nie überwunden hat?

Ein spannender Psychothriller, der sich ab 250 Seiten in unnötigen Längen verliert und sich auf den ca. letzten 100 Seiten wieder fängt.
Mehr Wendungen als Gone Girl - nur nicht ganz so überraschend...