Montag, 1. Juni 2015

Stephen King - LOVE

Meine Wertung:
★☆☆☆☆ 1/5

Autor: STEPHEN KING

Titel: LOVE

OT: Lisey's Story, 2014

Verlag: Heyne (what else -_^)

ISBN: 978-3-453-26532-5

Deutsche Erstausgabe: 2006

Seiten: 733

Format: Gebunden

Genre: Schlafmittel

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Spannung:      Sprache:      Überraschung:     Ekelfaktor:       Gewalt:          Humor:
☆☆       ★★☆☆☆        ☆☆         ☆☆☆☆☆       ★☆☆☆☆       ☆☆☆☆☆

Hiermit habe ich mir etwas angetan... Herr Korreander, der Antiquar in Michael Ende's Die unendliche Geschichte sagt: "Bücher verändern sich, jedes Mal wenn man sie liest." Bei LOVE wünschte ich mir es wäre wahr! Ich wünschte mir, der Inhalt würde sich in einen besseren verwandeln...
Übersetzt wurde es nicht von Körber, sondern von Wulf Berger, der ja mittlerweile auch schon recht viele Kingbücher übersetzen durfte. Bei LOVE macht die Übersetzung vielleicht 5% aus. Oder nicht einmal.
Was genau wollte Stephen King mit diesem Buch aussagen? Offenbar gibt es jenen Pool wirklich. Soviel verrät er im Nachwort. Und weiter?
Lisey's Mann, der berühmte Schriftsteller Scott Landon, ist tot. Lisey kämpft erst allein gegen die Gierigen, die sich des Nachlasses bemächtigen wollen.
Wie im richtigen Leben, springt der Inhalt dieses Buches hin und her. Lisey in der Realität, dann fantasiert sie, dann wird sie von Erinnerungen heimgesucht...
Die erste Spannung kommt nach etwa der Hälfte auf, als sie in einer Erinnerung schwelgt, in welcher Scott ihr eine Erinnerung an seine Kindheit anvertraut hat:
Scott's Vater is von der Bösmülligkeit (was für ein Ausdruck - und das ist nur einer von vielen) besessen oder wird hin und wieder davon heimgesucht. Auch Scott's Bruder Paul ist davon befallen. Der Vater verletzt diesen mit scharfen Klingen. Schneidet ihm immer wieder in die Arme, wie er es bei sich selbst macht. Nur so kann er die Bösmülligkeit herauslassen.
Irgendwann ist Paul dergestalt davon besessen, dass er Scott, wie ein Tier, auflauert und diesen angreift. Der Vater greift ein und schliesslich wird der besessene Paul im Keller in Ketten gelegt. Es gibt keine Rettung mehr für ihn... Nicht einmal jener oben erwähnte Pool mit seinen heiligen Wassern, vermag Paul zu exorzieren...
Nach vielen Seiten, in denen Lisey irgendwas macht oder auch nichts, erfahren wir wieder ein bisschen mehr von Scott's Vergangenheit und wie dem Ganzen ein Ende gesetzt wurde. Wir erfahren auch, das sein Tod etwas mit dem Pool zu tun gehabt hat...
Lisey hat eine Schwester mit Namen Amanda, welche in psychiatrischen Kliniken ein und ausgeht, als hätten jene Drehtüren eingebaut. Lisey holt sie schliesslich raus, weil sie ihre Hilfe braucht...

Hätte dieser Roman den Titel "Qual" (welcher für "Blaze" gewählt worden ist), könnte ich die Qualen, der Langeweile dieses Buches, mit einem Lächeln der Ironie abtun. Aber der Titel ist LOVE und beschreibt King's Liebe zur Musik und Literatur, haben wir doch immer wieder Anspielungen darin.
Dennoch ist wohl seine schwächste Arbeit... Bereits damals, als es erschienen ist, 2006, hatte ich es zu lesen begonnen und nach rund 300 Seiten ins Regal gestellt. Am 15. April 2015 habe ich es erstmals wieder hervorgeholt und war gewillt, es aufgrund meines Projekts fertig zu lesen. Erinnern konnte ich mich nur noch an Scott's Tod, die Schaufel, mit der Lisey einen Attentäter schlägt, und an die Gierigen. Auch hatte ich eine finstere Nacht in Erinnerung, merkte dann aber, dass diese zu "A good marriage" gehörte - haha. Es war ein Kampf. Es war Qual.
Heute, am 26. April, exakt 11 Tage später, bin ich durch.
Auf dem Sterbebett werde ich jene 733 nichtssagenden Seiten beklagen, dessen bin ich mir fast sicher...
Bei LOVE habe ich nicht das Gefühl, dass es mir vielleicht 10 Jahre später gefallen könnte... Schliesslich erscheint es mir jetzt, 9 Jahre nach dem Erstversuch, noch immer langweilig und öde...

LOVE in Flaschen abgefüllt, ergäbe ein prima Schlafmittel