Sonntag, 14. Juni 2015

Paula Hawkins - Girl on the Train

Meine Wertung:
★★★★☆ 4/5

Autor: Paula Hawkins

Titel: Girl on the train

OT: The girl on the train, 2015

Verlag: Blanvalet

ISBN: 978-3-7645-0522-6

Deutsche Erstausgabe: Juni 2015

Seiten: 445

Format: Klappenbroschur

Genre: Thriller

Ähnliche: Ich darf nicht schlafen, Gone Girl


Spannung:      Sprache:      Überraschung:     Ekelfaktor:       Gewalt:          Humor:
★★★☆☆       ★☆☆☆        ★★★☆☆         ☆☆☆☆☆       ★☆☆☆☆       ☆☆☆

Obschon jener Titel mit den "rasanter als Gone Girl" beworben wird, fühlte ich mich eher an S.J. Watson's Ich darf nicht schlafen erinnert.

Wir lernen Rachel im Zug sitzend kennen und nehmen an, sie fährt zur Arbeit. Tut sie nicht, denn sie wurde gefeuert und fährt jeden Tag in die Stadt, weil sie ihrer Mitbewohnerin nicht sagen kann/will, dass sie keinen Job mehr hat. Der Zug hält immer am Haus von Jess und Jason. Ein Paar, dass sie erst nicht kennt und einfach so nennt. Sie projiziert ein perfektes Leben auf die beiden. Selbst ist Rachel Alkoholikern und geschieden. Ihr Ex-Mann lebt mit seiner neuen Frau und dem gemeinsamen Kind im selben Haus, in dem er damals mit Rachel gewohnt hat.
Eines Tages verschwindet Jess aka Megan spurlos. Rachel erinnert sich, dass sie im Nähe ihres Hauses war, hat aber durch den Suff und eine Platzwunde am Kopf einen kompletten Filmriss. Hat sie etwas mit Megan's Verschwinden zu tun? Oder Megan's Mann? Oder der fremde Mann, der Megan geküsst hat?

Tagebucheinträge von Rachel, Megan und Anna (der neuen Frau im Leben von Rachel's Exmann) zeigen die Geschehnisse aus verschiedenen Perspektiven und lassen dennoch viel Raum für Spekulationen. Zahlreiche Wendungen schaffen es allerdings nicht eine konstante Spannung zu bewahren und so blättert man teils gelangweilt um.
Wieso Megan verschwunden ist oder durch wessen Verschulden ist allerdings überraschend!
Dennoch kommt es für mich nicht an GONE GIRL heran. Aufgrund der Gedächtnislücken von Rachel und den Tagebüchern erinnert es doch stark an Ich darf nicht schlafen.

Abgesehen von den Parallelen haben wir hier einen guten Spannungsroman, der bestimmt auch bald den Weg in die Kinos finden wird...