Freitag, 1. Mai 2015

STEPHEN KING - Das Bild Rose Madder

Meine Wertung:
★★★☆☆ 3/5

Autor: STEPHEN KING

Titel: Das Bild Rose Madder

OT: Rose Madder

Verlag: Bechtermünz

ISBN: 978-3-8289-6753-3

Deutsche Erstausgabe: 1995

Seiten: 573

Format: Gebunden

Genre: Horror

Ähnliche Titel: Jack Ketchum - Wahnsinn


Erst dachte ich, es liegt an der Übersetzung... Stellte dann fest, dass jene von Joachim Körber stammt, dem gottesgleichen King-Übersetzer schlechthin. Dennoch hätte man einige Ausdrücke vielleicht besser im Englischen belassen... na ja... aber selbst das hätte, den Roman nicht besser gemacht.

Rose lebt einem Scheusal von Ehemann zusammen, der sie immerzu misshandelt. Zu allem Überfluss arbeitet er auch noch als Polizist und ist recht angesehen. Jahre über Jahre macht Rose das mit, verliert sogar ihr Baby wegen ihm.
Eines Tages bringt ein einzelner Tropfen Blut das Fass zum Überlaufen und eine Kurzschlussreaktion veranlasst Rose dazu, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie kauft sich ein Busticket und fährt ihrem alten Leben und ihrem Ehemann davon.
In einer fernen Stadt findet sie in einem Frauenhaus Zuflucht. Im Laufe der Zeit geht es ihr immer besser. Ihr Leben geht aufwärts und sie findet gar einen tollen Job und eine (neue) Liebe.

Rose ahnt nicht, dass ihr geisteskranker Ehemann Norman ihr dicht auf den Fersen, ja gar bereits in jener Stadt auf der Suche nach ihr ist. Er findet heraus, wer Rose wohl geholfen haben könnte, und beisst den Man zu Tode. Norman ist ein Beisser, der in regelrechte Ekstase gerät, sobald sein Gebiss, sich in Haut und Fleisch bohren kann...

Natürlich findet er Rose, doch davor bringt er noch weitere Menschen um.
Rose flieht schliesslich ins Bild Rose Madder, welches sie mal erstanden hatte. In diesem Bild verschmelzen Realität und eine Art Paralleluniversum... Rose hat Hilfe von Rose Madder, der Frau auf dem Bild. Doch Norman betritt das Bild, oder die Bilderwelt ebenfalls und nimmt die Verfolgung oder besser gesagt, die Jagd auf... In Gestalt eines Mannes mit Stierkopf, da er eine Gummimaske in Form von Ferdinand dem Stier trägt, die mit seinem Gesicht verschmilzt... na ja

Von der Thematik her eigentlich zündender Stoff. Doch diese Welt im Bild war gar nicht so meins...
Der Roman ist zu 70% spannend, aber hat auch seine Längen. Nie zuvor ist mir King's Detailverliebtheit so auf die Nerven gegangen wie hier...
Vom Epilog war ich erst begeistert, dann enttäuscht...

Wenn man ein Buch über eine misshandelte Frau und eine Hetzjagd lesen will, tut man besser daran, sich Jack Ketchum's Wahnsinn zu Gemüte zu führen.