Samstag, 17. Januar 2015

Richard Laymon: In den finsteren Wäldern

Meine Wertung:
★★★☆☆ 3/5

Autor: Richard Laymon

Titel: In den finsteren Wäldern

OT: The woods are dark

Verlag: FESTA

ISBN: 978-3-86552-100-2

Deutsche Erstausgabe 2011

Seiten: 250

Einband: Taschenbuch

Genre: Horror

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Ein jeder Fan von SURVIVAL HORROR verliebt sich in den Text, der auf dem Rücken dieses Buches haftet, wie Kaugummi an einer Schuhsohle.
Zwei Freundinnen, Neala und Sherri, machen, oder eher WOLLEN einen Camping-Ausflug in die Wälder Kaliforniens machen.
Kommt bekannt vor? Nein, anders als Der Wald muss man hier nicht erst unzählige Seiten lesen, bis endlich etwas passiert!

Gleich am Anfang sitzen die beiden Freundinnen in einem dieser schmierigen Raststätten-Restaurants, wo sich der Dunst bereits in die Wände gefressen hat, die Kellnerin meist eine rosa Schürze trägt, 100kg Übergewicht aufweist und Peggy heisst. Allein diese Atmosphäre lässt nichts Gutes vermuten und so verwundert es auch nicht, als die beiden Freundinnen das Restaurant nicht freiwillig verlassen.
Sie werden in die Wälder verschleppt, an einen Baum gebunden, um den hungrigen Krulls geopfert zu werden.
Krulls... klingt nach Morlocks oder einem satanischen Kult, nicht wahr? In Wahrheit handelt es sich um eine Art Hinterwäldler, welche der Zivilisation entsagt und ihrem Anführer dem übermenschlichen Krull in die Wälder gefolgt sind, wo sie sich dem Kannibalismus hingegeben haben.

Nebst Neala und Sherri ist auch Lander mit seiner Familie unterwegs. Die finden sich ebenfalls an Bäume gefesselt vor. Robbins, einer der Entführer der beiden Mädchen, hat sich in Neala verliebt, kehrt zurück und befreit die Mädchen und Lander. Eine Hetzjagd durch die Wälder beginnt...

Da Lander's Frau entführt wurde, macht er sich, als wäre er John Rambo persönlich, auf, streift durch die Wälder und sucht seine Frau. Aus dem braven Lander wird ein blutrünstiger Rächer. Erst hat er nur Gedanken, eine der Kannibalinnen zu vergewaltigen und anschliessend abzuschlachten, dieses Verlangen wird grösser und grösser, bis es zu einem blutigen Massaker kommt...

Der Roman ist spannend und extrem blutig, dennoch irgendwie langweilig. Das Blabla um Robbins, Neala und Sherri werden auf Dauer unerträglich und das auf nur 250 Seiten. Man stelle sich vor, es wären 450 Seiten o_O

Wem WRONG TURN gefällt, dürfte seine Freude an In den finsteren Wäldern haben.