Sonntag, 11. Januar 2015

Jane Lythell: Denn du gehörst mir

Meine Wertung:
★★☆☆☆ 2/5

Autor: Jane Lythell

Titel: Denn du gehörst mir

OT: The lie of you, 2014

Verlag: Piper

ISBN: 978-3-492-30376-7

Deutsche Erstausgabe 2014

Seiten: 336

Einband: Taschenbuch

Genre: Thriller

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Liest man den Klappentext so fühlt man sich an den Film Body Language aka Das eiskalte Biest erinnert. Die Story scheint zunächst die gleiche zu sein, doch weit gefehlt. Heja observiert, ja stalked Kathy nur, sie will sie nicht kopieren oder sie gar aus dem Weg räumen, um deren Leben zu leben...

Wir haben Heja, die geisteskrank scheint und Kathy stalked und nicht davor zurückschreckt mittels nachgemachtem Schlüssel, in deren Wohnung ein und aus zu gehen. Heja arbeitet in der gleichen Firma wie Kathy und war früher gar mit Kathy's Mann zusammen, was Kathy natürlich nicht weiss. Ihr Mann jedoch weiss, dass seine erste grosse Liebe in Kathy's Firma arbeitet, schweigt aber.
Heija will niemandem schaden, sie will nur die Liebe ihres Lebens zurückgewinnen und schreckt auch vor Entführung nicht zurück, um zu erreichen, was sie will...

Weder die Sprache noch der Inhalt sind überzeugend. Man kommt schon nach wenigen Seiten dahinter, was vor sich geht und so ist der Schluss alles andere, als überraschend. Eine seichte Lektüre, auf die man auch gerne verzichten könnte. Lythell's Debütroman ist für den Leser leider kein Debüt, da man Stories wie diese schon unzählige Male, in weitaus besser durchdachten Form vor sich hatte.

Als ich dieses Buch las, war ich teilweise äusserst angewidert und zwar dergestalt, dass sich meine Gesichtszüge zu einer Fratze verformten und so wurde ich von meinen Mitmenschen gefragt, ob diese Lektüre denn so abscheulich sei. JA!
Jane Lythell besitzt den Nerv über eine halbe Seite den Stillvorgang zu beschreiben und fühlt sich nicht genötigt auch nur ein Detail auszulassen. Kathy sitzt im Büro, erinnert sich an den süsslichen Duft ihres Babys Billy und träumt davon ihn wieder zu stillen.
Ich meinte immer, ich sei abgebrüht. Total abgeklärt, was Horror, Schrecken, Grusel und co angehen. Ich muss 8 oder 10 gewesen sein, als ich Spielbergs Der weisse Hai zum ersten Mal gesehen hatte. Mit 12 schaute ich jeden Horrorfilm, den ich kriegen konnte. Mit 16 war ich soweit, dass ich durchaus mit IMDB konkurrieren konnte. Ich habe kein Problem damit, wenn ich Bücher lese, in denen Menschen abgeschlachtet oder über einen Kilometer über die Autobahn verschmiert werden. Aber wenn ich lesen muss, wie Kathy's Mann, seiner, in der Badewanne sitzenden Frau, die Brüste knetet, in Gelächter ausbricht, als Milch da raus spritzt und dann noch beschrieben wird, wie er die Milch ableckt und an ihren Knospen saugt, da kommt mir wirklich die Galle hoch. Mein Gehirn sendete einen Impuls an meinen Magen, sodass dieser sich den Gaumen hoch hangeln und die Flucht ergreifen wollte. Mit grosser Mühe, konnte ich ihn gerade noch dazu bewegen an Ort und Stelle zu bleiben. Wenn man soweit ist, dass sich nicht nur der Mageninhalt sondern der ganze Magen samt Inhalt verflüchtigen wollen, will das etwas über den Inhalt eines Buches heissen...

Meiner Meinung nach müsste das Cover mit einem roten "Keine Jugendfreigabe"-Sticker versehen werden. Würde es dieser Titel in meine Backlist schaffen, so käme er in die Kategorie Splatter & Gore.

Zusatzverkauf: Kotztüten