Sonntag, 14. Dezember 2014

Richard Laymon - Der Wald

Meine Wertung:
★★★☆☆ 3/5

Autor: Richard Laymon

Titel: Der Wald

OT: Dark Mountain, 1987

Verlag: Heyne Hardcore

ISBN: 978-3-453-43596-4

Deutsche Erstausgabe 2011

Seiten: 431

Einband: Taschenbuch

Genre: Horror

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Ein jeder Fan von SURVIVAL HORROR verliebt sich in den Text, der auf dem Rücken dieses Buches haftet, wie Kaugummi an einer Schuhsohle.
Zwei Familien aus L.A. machen einen gemeinsamen Campingausflug durch die Wälder Kaliforniens, wo das Grauen seinen Lauf nimmt und sie von Voodoo-Zauber bis nach nachhause verfolgt werden...

Wie so oft beim Horror fängt auch diese Geschichte ganz harmlos und gleich mit zwei happy Families an. Man trifft sich, unterhält sich und fährt weiter bis zum Ziel. Vom Ranger lässt man sich die beste Route zeigen und schon werden die Rucksäcke aufgesetzt und es wird losmarschiert.
Bereits nach wenigen Seiten erfahren wir, dass eine verwilderte Frau mit ihrem Sohn in den Wäldern lebt - fernab der Zivilisation, was der Frau mehr zu schaffen macht, als ihrem geisteskranken Sohn...

Eines nachts am Lagerfeuer werden Schauergeschichten erzählt. In der Einen geht es bspw. um Camper, die in den Wäldern verschollen sind...

Die Gruppe stösst auf zwei Mädchen, welche alleine unterwegs sind und die eine verrückte alte Frau gesehen haben wollen.
In der darauffolgenden Nacht wird das Camp überfallen. Die "Verrückte" ist es jedoch nicht, es ist ihr Sohn.
Eine Leiche ist zu verzeichnen, die dann aber spurlos verschwindet. Dafür taucht die Verrückte, auf einem Fels sitzend, auf und belegt die Camper mit einem Fluch. Einem Voodoo-Zauber.
Völlig verängstigt beschliessen die Familien die Heimreise anzutreten. Doch der eine Junge ist vehement dagegen, da er einen Bericht über Voodoo im Fernseher gesehen hatte und meint verflucht worden zu sein.
Diese Befürchtung wird, zurück in L.A., zur Tatsache. So werden die einen von einem eigentlich toten Hund nahezu zerfetzt, etc. Es geschehen weitere seltsame und fürchterliche Ereignisse, bis die Familien nicht mehr anders können, und an die Voodoo-Geschichte glauben. Sie beschliessen den Kampf aufzunehmen und fahren für einen blutigen Showdown ein letztes Mal in die Wildnis.

431 Survival Horror? Nein. Hätte man das Buch auf 231 Seiten gekürzt hätte man es verschlungen. Leider dauert es nahezu 130 Seiten bis es endlich ein bisschen in die Gänge kommt. Wie auch Der Geist kommt Der Wald nicht recht voran. Laymon schweift in endloses Blabla seiner Figuren ab, was auf Dauer mühselig wird. Auch nach der Hälfte des Buches haben wir noch immer keine Toten - die aus den Schauergeschichten am Lagerfeuer ausgenommen.