Freitag, 16. Mai 2014

Michel Bussi - Das Mädchen mit den blauen Augen

Meine Wertung:
★★★★★ 5/5

Autor: Bussi, Michel

Titel: Das Mädchen mit den blauen Augen, 2013

OT: Un avion sans elle

Verlag: Aufbau

ISBN: 978-3-352-00876-4

Deutsche Erstausgabe 2014

Seiten: 412

Einband: Klappenbroschur

Genre: Roman, Familiendrama, Krimi



Eine zufällige Entdeckung. Es lag zwischen vielen weiteren Büchern auf meiner Novitäten-Pyramide. Eigentlich wollte ich nur wissen, ob der Flugzeugabsturz realitätsgetreu beschrieben wird und so blätterte ich erwartungslos darin, las die erste Seite, die zweite, die dritte... In einem Zug hatte ich das Buch durch!

Eine geniale Geschichte voller Spannung und Dramatik! Sobald man zu wissen glaubt, welcher Familie das Kind nun gehört, kommt wieder etwas ans Tageslicht, sodass man wieder am Anfang steht und nur raten kann. Flüssig geschrieben, sprachlich gut, Inhalt überwältigend!

Das Mädchen mit den blauen Augen ist einer dieser Titel, dessen Seiten man gar nicht schnell genug gelesen haben kann, da man so schnell wie möglich umblättern und weiterkommen will! Die Spannung hält sich bis zu letzt. 

Donnerstag, 15. Mai 2014

Gillian Flynn - GONE GIRL

Meine Wertung:
★★★★★ 5/5

Autor: Flynn, Gillian

Titel: GONE GIRL, 2013

OT: Gone Girl, 2012

Verlag: Fischer

ISBN: 978-3-502-10222-9

Deutsche Erstausgabe 08/13

Seiten: 570

Einband: Klappenbroschur

Genre: Thriller, Psychothriller

Ähnliche Titel:



Wieder ein Titel mit der Wertung 5/5. Wieder hat er über 500 Seiten. Wieder kommt keine Langeweile auf!
Entgegen der allgemeinen Meinung, dass Bücher, welche mehr als 200 Seiten zählen, mit unnötigem "Mist" künstlich gefüllt sind, gibt es doch manchmal ein paar wenige, die trotz, oder gerade deswegen so gut geworden sind!

Auf den ersten 50 Seiten passiert nichts, und doch war ich von dem Buch gefesselt! Möglicherweise lag es auch daran, dass mir die Autorin äusserst sympathisch ist. Denn sie hatte, genau wie ich, auch im Alter von 7 Jahren Filme wie Alien, Psycho oder JAWS geschaut. Ihren (übermässigen) Filmkonsum liess sie in diesen genialen Psychothriller einfliessen, findet man doch oft Parallelen zu mehr oder weniger bekannten Filmen.

Ein Mann "Nick" geht durch sein Haus, die Frau ist verschwunden. Natürlich wird er verdächtigt. Der Leser weiss nicht genau, was er glauben soll. Dann tauchen Tagebuchseiten der Frau auf und man schliesst daraus sofort, der Mann ist der Täter. Doch bereits im nächsten Kapitel kommt eine Wendung, von der man nicht mal zu träumen gewagt hätte. So zieht es sich dann durch das ganze Buch. Immer dann, wenn man glaubt, endlich zu wissen, was läuft, kommt etwas Neues, Unerwartetes hinzu und man steht wieder vor einem Rätsel!

GONE GIRL kommt im Herbst in unsere Kinos. Der Film wird allerdings nicht halb so gut sein, wie das Buch (nicht etwa, weil das immer so ist), wird Nick doch von Ben Affleck verkörpert, der eine Ausstrahlung besitzt, wie eine alte Krampfader... Dennoch werde ich mir sein Versagen irgendwann anschauen -_^

Samstag, 10. Mai 2014

Amélie Nothomb - Der japanische Verlobte

Meine Wertung:
★★★★★ 5/5

Autor: Nothomb, Amélie

Titel: Der japanische Verlobte, 2010

OT: Ni d'Ève ni d'Adam, 2007

Verlag: Diogenes

ISBN: 978-3-257-24151-8

Deutsche Erstausgabe 2012

Seiten: 162

Einband: Kartoniert

Genre: Satire, Liebesroman

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Mit Staunen und Zittern


Für jeden Japan-Begeisterten ein Muss!

Ein weiteres Meisterwerk der Grossmeisterin Amélie Nothomb, in dem sie den teils nahezu irrationalen Wahnsinn japanischer Eigenheiten schildert. Sie beschreibt in, der für sie typischen, satirischen Weise, wie sie die Beziehung mit einem heiratswilligen Japaner, hin und her gerissen, zwischen Höflichkeit, Liebe und Mut zur Wahrheit, irgendwie meistert, bis zum (bitteren) jähen Ende.

Auszug über die Zubereitung und den Wahnsinn von "Schweizer Käsefondue"
"Mögen Sie Schweizer Fondue? (...) Ich habe die Ausrüstung mitgebracht."
Nach und nach sollte ich den Kult kennenlernen, den die Japaner der entsprechenden Ausrüstung für die unterschiedlichsten Bereiche des Lebens weihen: Es gab eine Ausrüstung für die Berge, eine für das Meer, (...) heute Abend eben die Ausrüstung für das Schweizer Fondue. Bei Rinri zu Hause gab es einen ordentlich sortieren Raum, in dem die Koffer für diverse Handlungen stets bereitstanden. 
(...) ein Rechaud mit intergalaktischem Brenner, ein antihaftbeschichtetes Caquelon, ein Säckchen Schaumstoffkäse, eine Flasche Frostschutzweiswein, sowie Würfel aus unvergänglichem Brot (...) Er tat Schaumstoff und Frostschutzmittel in das Caquelon (...)
Fäden, die ja, wie jeder weiss, das eigentliche Ziel des Schweizer Fondues sind. Ich nahm das Ding in den Mund und kaute: Es hatte absolut keinen Geschmack. Ich begriff, dass die Japaner das Schweizer Fondue wegen seiner spielerischen Seite liebten und eine Variante erfunden hatten, dank der sie die einzig ärgerliche Kleinigkeit bei diesem traditionellen Gericht eliminierten: den Geschmack."

Donnerstag, 1. Mai 2014

Banana Yoshimoto - Der See

Meine Wertung:
★★★★☆ 4/5

Autor: Yoshimoto, Banana

Titel: Der See

OT: 湖 (Mizuumi)

Verlag: Diogenes

ISBN: 978-3-257-06897-9

Deutsche Erstausgabe 2014

Seiten: 220

Gebunden, Leinen

Genre: Roman, Liebesroman



Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dies mein erstes Buch von Yoshimito überhaupt war. Es war ein Geschenk von meiner (damals) künftigen Abteilungsleiterin, das mich mit nach Japan begleiten sollte. Am letzten Tag am Haneda Airport, habe ich es dann fertig gelesen...

Die Geschichte zweier unterschiedlicher Menschen, Nachbarn, in Tokyo, die sich immer öfter am Fenster sehen, sich irgendwann grüssen, dann immer öfter miteinander reden und sich schliesslich ineinander verlieben. Chihiro und Nakajima.
Dass Nakajima ein Geheimnis hütet, bleibt Chihiro nicht lange verborgen und so führt sie die Reise zu einem geheimnisvollen See und zu zwei Menschen aus Nakajima's Vergangenheit, welche ihr Leben an jenem See fortsetzen...

In einer wunderschönen sprachlichen Eleganz und Vielfalt wird die Geschichte vierer Leben erzählt. Es geht um ein Gemälde und dessen Vergänglichkeit, der Vergänglichkeit überhaupt. Um die Bewältigung einer düsteren Vergangenheit und um die Kraft der Liebe, welche ohne auch nur einmal kitschig zu werden, in japanischer Manier geschildert wird.