Donnerstag, 30. November 2017

Stephen King - Albträume (Nightmares & Dreamscapes)

Meine Wertung: ★★★★☆ 4/5

Autor: STEPHEN KING

Titel: Albträume

OT: Nightmares & Dreamscapes, 1993

Verlag: Heyne (what else -_^)

Ausgabe von 1993
ISBN: 978-3-453-50338-4
(Vergriffen)

Deutsche Erstausgabe: 1993

Seiten: 462

Einband: Taschenbuch




1 Vorwort, 12 Kurzgeschichten, 1 Anmerkungen

Fünf der in diesem Band enthaltenen Kurzgeschichten wurden verfilmt.


Was passt besser zum Herbst, als eine Anthologiensammlung des Meisters der modernen Horrorliteratur, Stephen King?
Mich deucht, in seinen Kurzgeschichten geht stetig wahrlich auf. In seinen Romanen hingegen verliert er sich teilweise zu sehr im Detail. Wie dem auch sei...

Ich hatte völlig vergessen, dieses fabelhafte Buch zu rezensieren. So habe ich es nun ein drittes Mal gelesen. ^_^

Meine Ausgabe stammt aus 1993, was man ihr ansieht. Dennoch! ist de Rücken nicht geknickt. Noch immer nicht. Ja, darauf bin ich stolz. Die Seiten jedoch sind leicht vergilbt, aber was solls.

Für mich war es interessant zu sehen, wie mein Geschmack sich im Laufe der Jahre verändert hat, so gefallen mir doch heute Geschichten, die ich damals mit 1/5 bewertet hatte.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Ja! 
Wie die meisten von King's Kurzgeschichtensammlungen ist auch dieser Band wunderbar befüllt worden! Die meisten der Erzählungen sind düster und allesamt sind sie spannend und jede hat ihren eigenen Charme. 
Meiner Meinung nach, eine der besten Anthologiensammlungen.
Wer ältere Werke von King mag, der sollte dieses Buch unbedingt lesen. 


Dolans Cadillac

Diese Geschichte wurde 2009 mit Christian Slater unter dem Titel Dolans Cadillac verfilmt. Irgendwann folgt hierzu dann ein Eintrag in der Rubrik Buch VS Film.
Robinson ist Lehrer und führt eine glückliche Ehe seiner Frau Elizabeth, bis sie vom Unterweltboss Dolan umgebracht wird. Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort. 
Robinson kommt nicht über den Tod seiner Frau hinweg, beobachtet Dolan über sieben Jahre lang und schmiedet dann einen wahrlich kreativen Racheplan, welchen er in der Wüste Nevadas in die Tat umsetzt. 
  Die Geschichte ist aus Robinsons Sicht geschrieben. Über seine Aphorismen kann man hin und wieder lachen oder aber sie stimmen einem nachdenklich. 

5/5


Das Ende des ganzen Schlamassels

2006 für die Mini-Serie Nightmares & Dreamscapes verfilmt. 
Howard Fornoy "Bowow" erzählt, während er dem psychischen Verfall immer näher rückt, die Geschichte, wie er und sein Bruder Robert die Menschheit, so wie wir sie kennen, vernichtet haben. Dies unbewusst nur mit den besten Absichten. Zu spät haben sie erkannt, dass ihr Projekt unausweichliche Folgen nach sich ziehen würde... 
  Hier mal eine andere Darstellung der Apokalypse. Wunderbar unterhalten und spannend geschildert. 

4/5


Kinderschreck

Die Grundschullehrerin Emily Sidley herrscht über ihre Klasse, in dem sie Angst und Schrecken verbreitet. 
Eines Tages glaubt sie, möglicherweise nachdem sie The Bodysnatchers einmal zu oft gesehen hat, dass die Kinder ihrer Klasse durch Monster ersetzt worden seien. Eines der Kinder verwandelt sich vor ihr eine solche Bestie. Emily Sidley erkennt, dass sie die Welt vor diesen Monstern befreien muss und schmiedet einen Plan, der den Tod einiger dieser Kinder zur Folge hat - dies jedoch bleibt auch für sie nicht ohne Folgen...
  Bitterböse und herrlich gestört (besonders wenn man Kinder nicht mag 😜)
-> Die Geschichte wurde als Dollarbabies verfilmt und eine weitere Verfilmung als Spielfilm ist geplant. 

3/5


Der Nachtflieger

Hach, was liebe ich diese Geschichte und so auch die Verfilmung. Dieser Film hat mich damals, als ich jung war, doch ein bisschen verängstigt gehabt. Das waren noch Zeiten...
Die Kurzgeschichte liest sich ebenso wunderbar. Dees arbeitet für Inside View und ist einem cessnafliegenden Vampir auf den Fersen. Er lebt für den Horror und liebt es, seine Leser in Angst und Schrecken zu versetzen. Dees geht über Leichen, um die Auflage zu steigern. Doch was mit dem sogenannten Nachtflieger (Dwight Renfield) auf ihn zukommt, damit hat er im Leben nicht gerechnet... 
  Wunderbar spannend, düster, zynisch und einfach 100% King! GENIAL!

5/5


Popsy

Und noch eine Vampirgeschichte. Eine Wunderbare noch dazu!
Sheridan hat Schulden bei den falschen Leuten und muss an Geld kommen. Also hat er einen Job als Kinderfänger angenommen und lauert vor einem Einkaufszentrum auf Kinder, die ihre Eltern verloren haben. Es sollte ein guter Tag für ihn werden, denn vor dem Eingang stand tatsächlich ein kleiner Junge. Ganz allein.
Sheridan erschleicht sich des Jungen Vertrauen und lockt ihn in seinen Lieferwagen. Der Junge fragt immer wieder nach seinem Popsy. Sheridan versichert ihm, er würde ihn zu seinem Popsy bringen. Was er nicht ahnen kann, dass Popsy ein Vampir ist... Möglicherweise der selbe, den wir in Der Nachtflieger kennengelernt haben...

5/5


Es wächst einem über den Kopf

Diese kurze Geschichte soll bekanntlich ein Nachtwort zu In einer kleinen Stadt sein. 
Im Zentrum des Geschehens steht das Newall-Haus, auf einem Hügel in Castle Rock. Joe und Cora Newall lebten darin. Cora bekam eine schrecklich missgebildete Tochter namens Sarah, die nicht einmal ganze sechs Stunden überlebte. Cora ist über den Verlust nie wirklich hinweggekommen. Joe stürzte sich in die Arbeit am Haus und baute es stets weiter aus - auch noch nach dem Tod seiner Frau... Als auch Joe nicht mehr auf Erden weilte, stand das Haus lange Zeit leer und wurde dann an Auswärtige verkauft - die aber bald darauf das Weite suchten. 
Die Herren in der Kneipe erzählten sich dann, dass am leerstehenden Newall-Haus wieder mit Bauarbeiten begonnen worden sei... Rose Red?
  Meiner Meinung nach mehr Melodrama denn Horror - aber wieder einmal wunderbar... Eine Erzählung über die Vergänglichkeit...

5/5


Klapperzähne

Als eine Kurzgeschichte in Quicksilver Highway verfilmt. 
Bill Hogan ist auf der Durchreise und macht an einer Tankstelle halt. Dort im Laden sieht er Klapperzähne mit weissen Socken und grossen gelben Schuhen, die er unbedingt haben möchte. Für seinen Sohn, aber auch für sich selbst. 
Der Besitzer des Ladens schenkt ihm die Schuhe. Als Bill weiterfahren will, wird er von einem Jungen gefragt, ob er mitfahren könne. Schliesslich ziehe ein gigantischer Sandsturm auf. Da Bill schlechte Erfahrungen gemacht hat, zögert er erst, nimmt den Jungen, der sich dann als Bryan Adams vorstellt mit. Die Situation wird zunehmend unangenehm, bis Bryan Adams schliesslich ein Messer zieht... 
Ein Autounfall ereignet sich und die bis dahin defekten Klapperzähne werden lebendig...
  Witzig und bitterböse. Durchwegs spannend, wenn auch idiotisch teilweise. Ich mag diese Geschichte einfach. 

5/5


Zueignung

Das Zimmermädchen Martha Rosewall schliesst einen Pakt mit der Bruja-Hexe Mama Delorme über den natürlichen Vater ihres ungeborenen Kindes. 
Später dann, als ihr Sohn erwachsen und einen Bestseller veröffentlicht hat, erzählt sie ihrer Freundin Darcy von dem Pakt und den Jahren davor und danach und wie es dazu kam, dass ihr Sohn so erfolgreich geworden ist...
  Anfangs hat man keine Ahnung, worauf man sich eingelassen hat. Man entwickelt Mitleid mit Martha und fragt sich, wie Menschen so grausam sein können... irgendwann verziehen sich die Mundwinkel dann zu einem fiesen Lächeln.. 😏

3/5


Der rasende Finger

Wurde 1991 für die TV-Serie Monsters verfilmt. In der Hauptrolle der wunderbare Tom Noonan als Howard Mitla. 
Howard sieht sich eine Quiz-Show im Fernsehen an, als er aus dem Badezimmer ein kratzendes Geräusch hört. In der Annahme es sei eine fette Ratte geht er ins Badezimmer, um dann einen Finger im Waschbecken zu sehen. Seine Frau sieht den Finger nicht. Nur Howard. 
Nach schlaflosen Nächten und Urinierens in den Strassen, beschliesst Howard der Sache Herr zu werden, geht in den Laden an der Ecke und kauft sich eine elektrische Heckenschere und Abflussreiniger. Damit bewaffnet will er dem Finger den Garaus machen...
  Auch hier haben wir eine recht idiotische Geschichte. Aber ganz ehrlich liebe Leser, wie würden wir reagieren, würde es uns eines Tages wie hier dem guten Howard Mitla ergehen? Auch diese Geschichte erwärmt mein Herz immer wieder. 

5/5


Turnschuhe

John sieht in der Herrentoilette Turnschuhe unter der Kabinentür. Erst denkt er sich nichts dabei, realisiert dann aber, dass eine tote Fliege auf dem Schuh liegt. Als die Schuhe nach Wochen noch immer dort stehen, beginnt er sich zu fragen... Es liegen auch immer mehr tote Fliegen und Staub darauf und um die Schuhe herum. 
Georgie erzählt John dann eine Geschichte, die weit zurück liegt. Über den Mord an einem Drogenkurier, dessen Geist in der Herrentoilette sein Unwesen treiben soll. 
Von der Neugierde gepackt, geht John wieder zur Herrentoilette. Diesmal öffnet er die Tür der Kabine mit den hervorlugenden Turnschuhen...
  Spannend und teilweise ein bisschen zu viel des musikalischen Blablas und doch eine gute Geistergeschichte der Moderne. 

3/5


Verdammt gute Band haben die hier

Auch diese Kurzgeschichte wurde für die Mini-Serie Nightmares & Dreamscapes verfilmt. 
Clark und Mary sind im Auto auf einer Landstrasse unterwegs. Während Mary ein Schläfchen macht, nimmt Clark eine "Abkürzung" und so landen sie mitten im Nirgendwo. Mary ist äusserst sauer darüber und verlangt, dass Clark wendet. Die Strasse, die jenen Namen gar nicht verdient hat, ist jedoch zu schmal dazu. So fahren sie weiter und weiter... 
Irgendwann kommen sie an ein Schild, welches sie im Ort Rock'n'Roll Heaven begrüsst. Mary findet das alles sehr merkwürdig. Sie fühlt sich wie in einer Episode aus Twilight Zone und ahnt gar nicht, wie recht sie damit haben wird... 
Eine wunderbare Geschichte, welche wahrlich für eine Episode der TWILIGHT ZONE hätte verfilmt werden sollen...
  Witzig, spannend und äusserst kreativ. 

5/5


Hausentbindung

Wohl die erste und einzige Zombie-Erzählung von Stephen King. 
Sie spielt auf einer kleinen Insel, deren Bewohner erst im Radio und Fernsehen von einer Invasion aus Untoten in anderen Ländern und schliesslich anderen Teilen der USA hören. Schliesslich wappnen sie sich und harren auf dem Friedhof aus, um den Zombies, sollten auch sie heimgesucht werden, den Garaus zu machen...
Erst geht es nur um Maddie Pace. Wir lesen ihre Lebensgeschichte und erfahren Dinge, über das Leben einer Frau von damals... Einer Frau, die ihr Leben auf einer kleinen Insel fristete und nichts von Feminismus wusste. Ihr Mann Jack ertrinkt schliesslich beim Hummerfischen - jedoch sieht Maddie ihn dann wieder... 
  Obschon ich nichts für Zombies übrig habe, gefiel mir diese Erzählung sehr gut. 

3/5




Tim Miller - Familienmassaker

Meine Wertung: ★★☆☆☆ 2/5

Autor: Tim Miller

Titel: Familienmassaker

OT: Family Night, 2013

Verlag: FESTA

ISBN: Keine, da FESTA Extrem

Deutsche Erstausgabe Juni '15

Seiten: 152

Einband: Taschenbuch

Genre: Thriller

Dazu passt: sonstiger Müll vom FESTA-Verlag


Und einmal mehr hat Eure gute Rezensionistin Navi M. Gray Geld für Schund aus dem Fenster geschmissen. Ich ziehe ernsthaft in Erwägung, mit dem Rauchen kubanischer Zigarren zu beginnen. Einfach um diese mittels brennendem Geldschein anmachen zu können. So wüsste ich immerhin im Voraus, dass ich mein kostbares Geld verschwendete...


"Wenn Lesen zur Mutprobe wird..."
– Frank Festa

Ach Frank... Frankieboi... Netter Slogan, den Du da für Deinen Verlag gewählt hast. Jedoch trifft das auf die meisten Bücher nicht zu. Oder zumindest nicht auf jene, die ich mir zu Gemüte geführt habe... Ja ich bedauere den Kauf so mancher Bücher... Besonders dann, wenn sie keine ISBN haben und ein Etikett mit "Extrem" draufgepappt worden ist. Ja dann, kann ich mir sicher sein, ich verschwende mein Geld. Extrem ist dieses Buch vielleicht in den Augen einer Achtjährigen, die eben das Horrorgenre für sich entdeckt hat.
Obschon mir das Portrait des Autoren äusserst sympathisch erscheint, komme ich nicht umhin diese 152 mit einer Rezension zu versehen, die so wahr ist, wie ich hier sitze und bei einer Tasse Grüntee schreibe.
Pluspunkt: Der Autor war sich kurz zufassen in der Lage. Meinen ergebensten Dank, Tim Miller.

In einem Satz

Familienmassaker in Flaschen abgefüllt ergibt ein prima Schlafmittel.

Ein Familienvater erzieht seine Kinder zum Kannibalismus und entführt irgendwelche Frauen, um diese dann mit den Kindern verspeisen zu können.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Nein! Um Himmelswillen! Nein! 
Hände weg von diesem Buch! 

Die Story ist so seicht und absehbar, dass man sich ein bisschen mehr Kreativität seitens Herrn Miller wünscht. 
Beispiel: Eine Lagerhalle im Wald. Das Opfer humpelt den Weg entlang, anstelle sich durchs Unterholz in die Freiheit zu kämpfen... Sämtliche Handlungen sind absolut absehbar. Überraschungen bleiben aus. Somit kommt auch keine Spannung auf. Einzig an der Stelle, wo man wissen möchte, ob die beiden letzten Opfer nun überleben. 
Dann hat es Herr Miller wohl seinen Vorbildern (wenn er denn welche hat) gleichtun wollen, in dem er diese lieblos hingeschmierte Sonntagsnachmittagsarbeit mit einem Epilog versehen musste. Natürlich. Einfach der Erledigungspflicht halber habe ich diesen dann auch noch gelesen und wahr, oh siehe da, gar nicht überrascht. Denn auch mit diesem Ausgang war zu rechnen. 
Tim Miller hat dieses Buch im CreateSpace veröffentlicht. Das muss nichts Negatives sein. Aber doch stelle ich mir die Frage, wieso ein Frank Festa, der seine Seele dem Verlegen der übelsten Horrorliteratur verschrieben hat, so etwas verlegt. 

Offenbar glaubt man, dass man mit einem bisschen Sadismus und einem Kannibalen bereits das Geheimrezept für einen guten Horrorroman gefunden hat. Lieber Herr Miller mitnichten. 

Spoiler - Gedankenstütze für mich

Halte dich von FESTA Extrem fern...




Sonntag, 22. Oktober 2017

Patrick Senécal - 5150 Das Haus des Wahnsinns

Meine Wertung: ★★★★★ 5/5

Autor: Patrick Senécal
Übersetzer: Alexander Rösch

Titel: 5150 Das Haus des Wahnsinns

OT: 5150, rue des Ormes '94

Verlag: FESTA

ISBN: 9783865523518

Deutsche Erstausgabe März '15

Seiten: 377

Einband: Taschenbuch

Genre: Thriller

Dazu passt:



"Verrückt.
So ein triviales Wort, oft beiläufig benutzt
und ohne nachzudenken."
– Yannick Bérubé

Genau wie 7 Tage der Rache wurde auch 5150, rue des Ormes bereits verfilmt und auch hier hatte ich erst den Film gesehen und erst Jahre später das Buch gelesen.
Den Film fand ich nicht wahnsinnig gut. Es handelt sich dabei um einen dieser real life horror, die man einmal schaut und dann vergisst... zumindest, bis man zufällig über ein Buch stolpert, dessen Titel einem bekannt vorkommt und bei dem man, während dem Lesen des Klappentextes weiss, man hat da mal einen Film gesehen.

Wieso man dem Film sowohl in den USA als auch hierzulande den Titel 5150 Elm's Way gegeben hat, ist mir ein Rätsel. Verträgt der Mensch denn wirklich so wenig Französisch? Aber dazu mehr in meinem kommenden Beitrag Buch VS. Film.

Liebe Leser, macht Euch auf eine ausführlichere Rezension gefasst. Zu diesem Buch gibt es viel zu sagen. 😊


"Die Katze verschwand unter dem
Maschendrahtzaun. Wenn es mir je
gelingen sollte, diesem Albtraum
zu entkommen, setze ich eine Belohnung
in Höhe von 1000 Dollar für denjenigen aus,
der mir ihre gehäutete Leiche bringt.
Nein, streichen wir das - er kann sie mir
ruhig lebend bringen.
Ich werde sie selber häuten!"
– Yannick Bérubé

Erst hatte ich 4/5 ★ gegeben, besann mich dann aber eines Besseren. Ein Buch, das derart spannend ist (nicht durchgehend), dass man in der Tram (jawoll, Tram hat sowohl Genus feminin als auch neutral) sitzt und die Haltestelle verpasst (gut, dass liegt auch an meiner neuen Errungenschaft, den BOSE QuietComfort 35 Kopfhörern) und sich dann zu Fuss - aber noch immer lesend, durchs Herbstlaub auf zum Ziel macht, das hat einfach 5 Sterne verdient! Findet Ihr nicht?

Ja es war tatsächlich so. Auf Anraten meiner Reisegenossin habe ich mir dann doch noch die Bose QuietComfort 35 gekauft. Ich hatte sie zum ersten Mal aufgesetzt und war überwältigt. Sie schliessen die Aussenwelt völlig aus. Ich denke, ich sollte ihnen einen Blogeintrag widmen...
Jedenfalls hörte ich die Ansage der nächsten Haltestelle nicht und war ohnehin zu sehr mit Yannick beschäftigt. An der nächsten Haltestelle stieg ich dann aus und ging lesend durchs Herbstlaub. Menschen haben mich irritiert angeschaut. Was soll's. Es war zu spannend! Und ganz ehrlich, ob ich jetzt durch die Strassen wandle, wie ein verfluchter Zombie, mit gesenktem Kopf auf das Display meines Smartphones starrend oder ob ich aufrechten Ganges schreite, das Buch vorm Gesicht - ohne einen quasimodoischen Buckel heran zu züchten... Wo ist der Unterschied?



In einem Satz

Junge stürzt vom Fahrrad (Helvetismus: das Velo), sucht Hilfe bei einer geisteskranken Familie und verfällt in deren Gefangenschaft selbst dem Wahnsinn (um eine Schachpartie).

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Ja!
Genau wie in 7 Tage der Rache sind auch hier die Figuren so lebensecht geschildert, dass man sie manchmal zur Vernunft prügeln möchte. Genau wie im richtigen Leben.
Senécal, der französische Stephen King genannt, verschwendet keine Zeilen um eine Idylle zu schildern, wie das etwa unser aller König des Horrors Stephen King auf den ersten 250 Seiten zu tun pflegt. Bei Senécal gehts gleich auf Seite 19 zur Sache. Er ist nicht übertrieben sadistisch, wie ZU VIELE andere im FESTA verlegte Autoren, schreckt aber vor Folter und Schmerz nicht zurück - jedoch in "humanem" Masse. Jacques Beaulieu, der Vater der gestörten Familie, sagt selbst immer wieder "Keine unnötige Gewalt.". Daran hält sich auch der Autor. Abgesehen von der Tochter Michele wird im ganzen Buch keine übertriebene Gewalt angewendet - nur immer so viel, wie eben notwendig ist. Jacques hält sich für eine Art Krieger im Kampf für die Gerechtigkeit. Er tötet nur ungerechte Menschen. Dies ist in seinen Augen eine gerechte Tat, weil er so die Welt säubert.

"Keine unnötige Gewalt!"
– Jacques Beaulieu

Auch wenn man den Film kennt, liest sich das Buch spannend - da der Film leicht davon abweicht. Die Spannung ist von A-Z vorhanden und man mag es vor allem gegen den Schluss nicht mehr aus der Hand legen.
Andererseits hinterfragt man bspw. die gottesfürchtige und für's heutige Zeitalter ZU fromme Mutter Maude. Bei der kleinen (gestörten?) Anne, die nie spricht, dafür mit ihren schwarzen Augen umso mehr starrt, schwankt man zwischen Mitleid und Unwohlsein.
Obschon wunderbar beschrieben wird, wie Yannick zunehmend dem Wahn verfällt und man das ein Stückweit nachvollziehen kann, beäugt man gewisse Handlungen voller Unverständnis. Wie kann er nur? Doch der Autor hat sich dabei etwas überlegt.
Senécal: BRAVO!

▶︎ Wenn Du, lieber Leser, eher auf Bücher von bspw. James Wrath stehst oder auf jene abartigen von Lee, dann bist Du bei Senécal falsch.

Gedanken zur Übersetzung

Das französische Original habe ich nicht gelesen - zu schlecht sind da meine Französischkenntnisse. Jedoch kam nicht umhin mich zu fragen, ob Senécal wirklich geschrieben hat, Yannick würde dem Fänger der Katze 1'000 DOLLAR bezahlen. Waren da vielleicht nicht eher von FRANCS die Rede? Wenn ja, wieso schreibt man in einer deutschen Übersetzung dann Dollar? 
Es steht zwar schon geschrieben, dass es sich um eine Übersetzung aus dem Französischen handelt, aber dennoch irgendwie schräg, nicht? 

Seite 10: "(...) am Freitag, den 20. September 1991."
Am (am = an dem) fordert den Dativ. "Dem" ist eine Apposition, mit der präzisiert wird, um welchen Freitag es sich handelt, wobei sich diese auf den vorigen Kasus, also den Dativ bezieht. Folglich müsste es heissen: am Freitag, dem 20. September 1991.
Will man den Akkusativ verwenden, so muss die temporale Präposition "am" weggelassen werden, wodurch dann auch die Apposition im Akkusativ steht:
Freitag, den 20. September 1991.
Beim Satz im Buch, wird "am Freitag" im Dativ mit einer Apposition im Akkusativ vermischt und ist somit inkongruent. 

Spoiler - Gedankenstütze für mich

Yannick stürzt aufgrund einer aus dem Nichts kommenden Katze vom Rad. Da er zu den Menschen gehört, die sich beim Versuch einen Nagel einzuschlagen gleich 3 Finger brechen, beschliesst er, lieber ein Taxi zu rufen, das ihn und das defekte Fahrrad nach hause bringt. Er klingelt beim Haus mit der Nummer 5150 in der rue des Ormes, bei der Familie Beaulieu, in deren Einfahrt ein Taxi steht. 
Er wird ins Haus gelassen, um zu telefonieren und hört aus dem 1. Stock ein Stöhnen. Dummerweise geht er nach Oben und stösst die Tür zum grünen Raum (CUBE) auf, wo er einen Jungen in einer Blutlache auf dem Boden liegen sieht. Er denkt sich, dass er abhauen muss - doch es ist zu spät. 

Als Jacques erstmals mit Yannick spricht, kamen mir die Tränen vor lauter Lachen: "Du dachtest, ich will dich töten?", fragte er offenbar ehrlich schockiert. "Wie kommst du denn darauf?" Wie sollte ich das beantworten? Er hatte mich halb bewusstlos geschlagen (...) und wusste nicht, wieso mir solche Gedanken durch den Kopf schossen?
Oder: Es sei zu riskant Yannick gehen zu lassen "Er erklärte es mir mit trauriger Miene."
Wie zynisch Yannick ist und wie irre sich Jacques bereits zu Beginn des Horrors verhält ist einfach köstlich! Brilliant! 

Yannick unternimmt diverse unüberlegte Fluchtversuche und bei jedem möchte man ihm (zusätzlich zu den Schlägen, die er dann ohnehin schon einstecken muss) eine runterhauen! Wie kann man nur so blöd sein? 

Bei den Auszügen aus Maude's Tagebuch fühlt man sich wie Sarah Michelle Gellar in Eiskalte Engel bei der Frage "Mein die das ernst???". 

Maude verhilft Yannick zweimal zur Flucht. Beim ersten Mal bricht er im Eiswasser ein und wird von Jacques gerettet. Beim zweiten Mal kehrt er freiwillig zurück, weil er davon besessen ist, Jacques im Schach zu schlagen. 

Jacques gibt Yannick sein Wort, dass er ihn nicht umbringt, da er ja nichts Böses getan hat. Darüber hinaus sagt er zu ihm, wenn er ihn im Schach besiege, sei er frei, weil Jacques dann mit seiner Theorie falsch liege. Yannick verfällt zunehmend dem Wahnsinn und fixiert nur noch auf den Gedanken, Jacques Theorie zu widerlegen und ihn im Schach zu schlagen. 
Als Yannick dann im Keller das brobdingnagische Schachbrett findet und realisiert, dass die Schachfiguren allesamt aus Leichen bestehen, wird ihm elend und er will wieder fliehen - jedoch will er diesen Wahnsinnigen stoppen. 
Doch dazu kommt es nicht, denn ehe Jacques den entscheidenden Zug bei seinem Leichenschach machen kann, wird er von der kleinen Anne attackiert, die eben realisiert hat, dass ihre Mutter, die sich zuvor erhängt hatte, nun die weisse Königin im Schach ihres Vaters darstellt. Jacques, der das Mädchen ohnehin immer unheimlich gefunden hat und es nie hatte haben wollen, erschiesst sie und zerbricht danach, weil er eine Unschuldige getötet hat. Er war nicht gerecht. Er hat versagt. Die Partie wird nicht zu Ende gespielt. Yannick wird befreit, sagt jedoch keinen Ton. Er will nur wissen, wer gewonnen hätte. Jacques wird es Mordes an x Menschen überführt und kommt in eine Psychiatrie. Die gestörte Michele taucht in Yannick's Elternhaus auf und schneidet ihm die Genitalien heraus und verschwindet wieder auf nimmer wiedersehen. Yannick erliegt den Verletzungen nicht und wird am Ende des Buches Jacques gegenübergestellt. Sie starren sich an. ENDE



Musik während des Blogschreibens: LINKIN PARK - New Divide


Sonntag, 15. Oktober 2017

Stephen King - Gwendys Wunschkasten


Meine Wertung: ★★★★☆ 4/5

Autor: Stephen King

Titel: Gwendys Wunschkasten

OT: Gwendy's button box, 2017

Verlag: Heyne

ISBN: 9783453439252

Deutsche Erstausgabe 2017

Seiten: 123

Einband: Gebunden

Genre: Drama

Dazu passt: Ein Gesicht in der Menge


Ihr, oh meine getreuen Leser wisst, ein bis zwei Mal im Jahr habe ich Weihnachten. Immer dann, wenn ein neues Buch von Stephen King erscheint.
Man wird mich allerdings nie mehr vor Freude schreiend im Büro stehen sehen, mit dem neuen King in den Händen. Die Zeiten der kostenlosen King-Bücher sind vorbei, habe ich doch dem Buchhandel den Rücken gekehrt.
Ja, harte Zeiten sind angebrochen - denn nach vielen Jahren der kostenlosen King-Bücher, muss nun auch ich wieder für sie bezahlen... Jedoch sind sie es wert ^_^
Und wenn man sie bei Amazon vorbestellt, dann liegen sie sogar unversehrt und pünktlich im Briefkasten. 💜

"Der Mann im schwarzen Anzug"
– Stephen King

Ich wusste, dass es sich um ein ähnlich dünnes Büchlein handeln würde, wie etwa Ein Gesicht in der Menge. Innerhalb eines Tages hatte ich es durch.

Gwendys Wunschkasten ist ein Intermezzo mit Reverend Cain aus Poltergeist, dem Mann im schwarzen Anzug aus Der Mann im schwarzen Anzug, dem Film The Box und auch erinnert es uns an die magische Affenpfote, die einem jeden Wunsch erfüllt, allerdings ein jeder gefolgt von Unheil.

Zum HEYNE-Verlag

Wieso?
Über x Jahre beschert Stephen King dem Verlag einen nicht zu verachtenden Umsatz. Wieso wurde dann Gwendys button box dergestalt lieblos gestaltet?
Wieso hat man auf die Illustrationen des englischen Originals verzichtet?
Und was noch wichtiger ist, was hat es mit diesem "Übersetzer" Ulrich Blumenbach auf sich? Wie kann man einen King nur derart schlecht übersetzen?
Die Aufgabe eines Übersetzers besteht nicht etwa darin, einfach Wort für Wort in der eignen Sprache wiederzugeben. Es geht darum das Buch als ganzes einzufangen. Die Sprache, die Emotionen und Empfindungen der Geschichte adäquat an den deutschen Leser zu bringen.
Mit der Meinung, dass Ulrich Blumenbach einen schlechten Job gemacht hat, stehe ich nicht alleine da.... oh Wunder...
Offenbar werde ich King künftig wieder im englischen Original lesen müssen...

In einem Satz

Ein Mädchen erhält einen magischen Holzkasten, der ihr das nahezu perfektes Leben vergönnt - bis es zu einer Tragödie kommt...

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Ja!
Gwendy erhält beim täglichen Lauftraining von einem Fremden eine Holzkiste, welche Schokoladentiere und Münzen ausspuckt. Gwendy ist mit Abnehmen beschäftigt, was ihr auch gelingt, denn die Schokoladentiere zügeln ihren Appetit. Ausserdem bewirkt die Box, dass Gwendy einfach alles gelingt. Die Münzen sind derart wertvoll, dass sie ihr später dann das College finanzieren.
Jedoch ziehen finstere Schatten auf und Gwendy weiss, dass alles in ihrem Leben mit der Box zu tun hat...
Eine dramatische Geschichte über ein gutes Herz und die Abgründe des Menschen, sowie die Versuchung... die grosse Versuchung und Disziplin...

Spoiler - Gedankenstütze für mich

Gwendys einst beste Freundin Olive nimmt sich das Leben. Sie stürzt sich von der Todesstreppe.
Gwendy gibt sich erst die Schuld daran, da sie sich entzweit hatten. Der Mann im schwarzen Anzug erklärt ihr an dem Tag, an welchen er die Box wieder zurück holt, dass Olive von ihrem Vater missbraucht worden sei und sich darum das Leben genommen habe.
Gwendys Freund Harry Streeter wird in einem erbitterten Kampf von Frankie Stone, der als Kind schon nicht mehr alle Latten am Zaun hatte mit Gwendys Box erschlagen. Gwendy drückt den Knopf ihrer Box und wünscht sich, dass Frankie zur Hölle fährt, was er in der Manier von Drag me to hell dann auch macht.



Mittwoch, 11. Oktober 2017

Patrick Senécal - 7 Tage der Rache

Meine Wertung: ★★★★☆ 4/5

Autor: Patrick Senécal

Titel: 7 Tage der Rache

OT: Les sept jours du talion, 2002

Verlag: FESTA

ISBN: 9783865523006

Deutsche Erstausgabe April '14

Seiten: 378

Einband: Taschenbuch

Genre: Thriller

Dazu passt: Jack Ketchum's EVIL



Zwei Verfilmungen gibt es von diesem Buch. 7 Tage aus Frankreich und The Tortured aus den USA. Bei der amerikanischen Verfilmung wurde der Schluss leicht abgeändert, was extrem einfährt... Aber, schaut den Film selbst. Ich werde hier nicht spoilern.


"Ein erschütternder Rache-Thriller
von konsequenter Härte."
– Frank Festa

Wenn ein Buch derart fesselnd geschrieben ist, dass man es, obschon man die Handlung aufgrund der bereits gesehenen Verfilmungen bereits kennt, dann hat man einen grossartigen Autoren gefunden!
Patrick Senécal... Der Film 5051 Rue des Ormes basiert auf seinem gleichnamigen Buch, welches ich derweil lese.

Ein Ereignis:
Als ich am Bahnhof stehend in diesem Buch gelesen habe, schrie plötzlich einer "Ööööh! FESTA!" und ich blickte auf. Der Typ erzählte mir dann, dass er Alles von Edward Lee lese. Dem gegenüber bin ich ja äusserst skeptisch eingestellt. Dann meldete sich seine Kollegin zu Wort und meinte, er habe ihr auch einen Edward Lee, Das Schwein, empfohlen und es sei gut, aber ekelhaft. 
Und so unterhielt ich mich während der ganzen Zugfahrt mit diesen zwei Fremden über Bücher des FESTA-Verlags und andere Thriller. 😀

In einem Satz

Ein Arzt rächt sich auf sadistischste Art und Weise am Vergewaltiger und Mörder seiner 10-jährigen Tochter und verfällt zunehmend dem Alkohol und Wahnvorstellungen, hervorgerufen durch die Geister der Vergangenheit.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Ja!
Senécal versteht sein Handwerk! Die Figuren sind lebendig und derart real geschildert, dass man mitleidet. Bruno, der Vater, rächt sich am Vergewaltiger und Mörder seiner kleinen Tochter, wohl um die rechtlichen Konsequenzen seiner Tat wissend.
Er legt falsche Fährten, auf welche die Polizei hereinfällt.
Senécal schildert äusserst bildhaft, auf welche Art das Monster von Bruno gefoltert wird. Da dieser Arzt ist, weiss er genau, wie weit er gehen kann, damit "das Monster nicht seinen Qualen erliegt.
Wir leiden mit Bruno mit. Lernen seinen Schmerz und seine Qualen zu verstehen. Wir haben Verständnis und irgendwann kommen wir zum Schluss, dass diese Foltermethoden noch nicht genug sind. Das Monster müsste noch mehr leiden! Wir stellen unser hiesiges Rechtssystem in Frage, wie es auch Bruno im Buch tut. Dieser kann nicht akzeptieren, dass das Monster nach ein paar wenigen Jahren im Gefängnis wieder auf Bewährung freigelassen werden würde und nimmt das Gesetz selbst in die Hand. Wir pflichten ihm bei.
Bei gewissen Handlungen und Gedankengängen Bruno's erinnert er an Vitali Kaloyev, der das Gesetz auch selbst in die Hand nehmen musste, aufgrund ... lassen wir das... Die meisten von Euch, oh meine treuen Leser, kennen meine Meinung zu Kaloyevs Tat und dazu wen er anstelle von Nielsen hätte abstechen sollen... denn nur einer hatte die volle Verantwortung...

Gegen Schluss hat das Buch ein paar Längen. Mich hat gestört, dass Bruno immer mehr dem Alkohol verfällt, an Wahnvorstellungen leidet und von der Polizei ausgetrickst wird.... 

Spoiler - Gedankenstütze für mich

Es wird sehr bildhaft geschildert, woher Bruno seine Wahnvorstellungen hat. Er hört ständig einen Hund bellen.
Ein Junge aus der Nachbarschaft wurde einst von einer deutschen Dogge angefallen und hat heute noch ein von Narben entstelltes Gesicht. Jedoch hat er überlebt. Der Vater des Jungen schnappte sich den Baselballschläger und ging geradewegs zum Grundstück des Hundebesitzers, wo er den Hund langsam und qualvoll zu Tode geprügelt hat...

Samstag, 30. September 2017

Jack Ketchum & Lucky McKee - SCAR

Meine Wertung: ★★★★☆ 4/5

Autor: Jack Ketchum
          Lucky McKee

Titel: SCAR

OT: The secret life of souls, 2016

Verlag: Heyne Harcore

ISBN: 9783453677173

Deutsche Erstausgabe 2017

Seiten: 317

Einband: Klappenbroschur

Genre: Thriller

Dazu passt: Blutrot


Nachdem mir Lebendig und später dann Jagdtrip ja nicht mehr sonderlich gut gefallen hatten, war ich skeptisch, als ich dann schliesslich SCAR in meinen Händen hielt.
Die Rückseite des Buches wird von einem Zitat Stephen King's geziert:


"SCAR ist ein furchterregendes, fesselndes
Buch über eine Familie am Abgrund  und
zugleich eine herzergreifende Geschichte über
ein Mädchen und ihren Hund. Die Sprache ist
glasklar, das Tempo atemberaubend.
Jack Ketchum und Lucky McKee haben einen
verdammt guten Roman geschrieben."
– Stephen King

Allerdings wissen wir ja, dass Stephen King und ich nicht sehr oft den gleichen Buchgeschmack haben, so sehr ich den Meister der modernen Horrorliteratur auch verehre, finde ich das Meiste, was er für gut heisst, schlecht. Wir erinnern uns zB. an Sarah Lotz's Die Drei.

In einem Satz

Eine Mutter giert nach dem Erfolg ihrer Tochter und geht buchstäblich über Leichen.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Ja!
Eine tragische Geschichte um den Zerfall einer Familie und die Liebe zu einem Hund.
Herzergreifend und rasant geschildert. Einmal mehr zeigt Ketchum den Spiegel der Seele eines von Gier zerfressenen Menschen und erinnert uns daran, dass das Leben manchmal ein wahres Arschloch sein kann...
Das Buch hat ein paar Längen. Man braucht Durchhaltevermögen, bis es endlich zur Sache geht. Aber angesichts dessen, dass hier ein Familiendrama geschildert wird, geht das in Ordnung.
Ketchum schildert die Patricia, die Mutter, derart authentisch unsympathisch, dass man die ganze Zeit über darauf wartet, dass er loslegt und sie büssen lässt. 

Spoiler - Gedankenstütze für mich

Mutter: Pat - Patricia (gescheiterte Schauspielerin, die ihren Traum durch ihre Tochter lebt)
Vater: Bart (ein Idiot, der das ganze Geld verschwendet)
Sohn: Robbie (dem ist der Erfolg und das Geld völlig egal)
Tochter: Delia (11 Jahre alt und ein Star)
Hund: Caity (die Heldin)

Nachdem Delia von Brandnarben entstellt worden ist, schlägt Pat daraus Profit, in dem sie die "rührende Geschichte" in einer Talkshow zum Besten gibt. Die Welt ist fasziniert von der Tatsache, dass Caity Delia das Leben gerettet hat.
Delia wird gefragt, ob ihr das Angebot gefällt, dass die plastische Chirurgie um die Wiederherstellung ihres Gesichts übernommen wird. Delia lehnt ab. Sie sehe so aus, wie sie eben aussehe. Sie sei einfach sie. Pat würde sie da am liebsten erwürgen. Jedoch schlägt diese Reaktion ein wie eine Bombe und eine Stiftung wird ins Leben gerufen. Pat schleppt Delia von einem Termin zum nächsten und hört die Kasse klingeln. Eines Tages soll Delia zu einer Signierstunde für ein Buch, welches sie angeblich geschrieben hat, von dem aber nicht einmal die Hälfte der Wahrheit entspricht. Sie will nicht mehr und erklärt ihrer Mutter, dass nur die Familie wichtig ist und sie das alles nicht mehr machen will. Pat will davon nichts hören und ist letztendlich so angepisst, dass sie ihre Tochter heftig schubst. Delia stürzt gegen das Auto. Gegen den offenen Kofferraum und bricht sich so das Genick. Pat schiebt die Schuld auf Caity. Caity habe Delia geschubst...
Bart krepiert nach einem Autounfall. Er hätte Caity auf Pats Befehl hin, aussetzen sollen. Caity springt aber aus dem fahrenden Auto und macht sich auf den Weg zurück nach hause, während Bart einen Unfall hat. Caity und Pat liefern sich einen erbitterten Kampf um Leben und Tod. 

Nochmals herzlichen Dank an die Verlagsvertretung vom HEYNE Verlag, für die Zusendung des Rezensionsexemplars.


Montag, 4. September 2017

Emily Barr - Deine letzte Spur

Meine Wertung: ★★★☆☆ 3/5

Autor: Emily Barr

Titel: Deine letzte Spur

OT: The Sleeper, 2013

Verlag: BasteiLübbe

ISBN: 9783404170890

Deutsche Erstausgabe: 2015

Seiten: 462

Einband: Klappenbroschur

Genre: Psychothriller

dazu passt:
Gillian Flynn - Gone Girl


"Was in Thailand passiert,
bleibt in Thailand - vorerst."


Lara und ihr Mann sind aus London weg nach Cornwall aufs Land gezogen, wo Lara nicht sehr glücklich ist. Sie vermisst die Stadt. Da bekommt sie ein Jobangebot in London und pendelt jede Woche in ihre geliebte Stadt, wo sie unter der Woche erst bei ihrer Schwester wohnt.
Im Nachtzug lernt sie zwei Menschen, Guy und Ellen kennen, die den selben Weg haben. Sie sind sich alle Drei gleich sympathisch. Mit Guy beginnt Lara, von der man so etwas nie erwartet hätte, eine Affäre. Als Guy dann ermordet im Zugabteil aufgefunden wird und von Lara jede Spur fehlt, nimmt man an, dass sie ihn ermordet hat.
Lara's Nachbarin und Freundin glaubt an deren Unschuld und beginnt in Lara's Vergangenheit zu wühlen, wobei sie erkennen muss, dass Lara nicht die ist, die sie zu sein vorgegeben hat...


Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Ja.
Es fängt wunderbar an und man weiss nicht recht, was man zu erwarten hat. Nach Guy's Tod schlägt es dann jedoch um. Es wird zunehmend skurril. Besonders Lara's Vorgeschichte in Thailand liest sich zwar äusserst spannend, passt aber irgendwie nicht so recht.
Es ist flüssig geschrieben, jedoch verliert sich Emily Barr teils zu sehr in Details. So hätte dieses Buch gut um 100 Seiten kürzer sein können...
In meinen Augen handelt es sich auch nicht um einen Psychothriller. Ich würde es als Thriller verkaufen, um Fans von Psychothrillern nicht zu enttäuschen.


Spoiler - Gedankenstütze für mich

Lara war in ihrer Jugend in Thailand als Drogenschmugglerin für Leon unterwegs und hat gutes Geld verdient, welches sie ihren Eltern geschickt hatte.
In Thailand dann lernte sie eine Rucksacktouristin, Rachel, kennen. Die beiden beschlossen, zusammen zu bleiben, Geld zu verdienen und dann nach Singapur weiter zu reisen und sich dort niederzulassen. Rachel fand dann jedoch Lara's Tagebuch und wusste somit um ihr Drogenschmugglerdasein. Rachel haute ab und kam dann wieder. Sie bat Leon darum, auch Drogen schmuggeln zu dürfen. Lara wusste davon nichts. Auf einem Flug nach Bangkok war Rachel dann total nervös und wurde nach der Landung durchsucht und festgenommen. Lara erfuhr dies von Leon. Sie setzte alles daran, Rachel zu helfen und verriet Leon an die Behörden in Thailand. Dennoch wurde Rachel in Thailand hingerichtet.
Dies ist jenes ach so schreckliche Geheimnis, welches im Buch immer wieder erwähnt und in den letzten Kapiteln aufgelöst wird.

Iris und Lara schmieden einen Plan, um Lara wieder nach hause zu bekommen.
Als Lara wieder zu hause in Cornwall ist, spricht sie sich mit ihrem Mann aus. Danach wechseln sie kein Wort mehr miteinander und reichen die Scheidung ein. Iris und Lara ziehen zusammen. 




Freitag, 28. Juli 2017

Ezekiel Boone - Die Brut: Sie sind da

Meine Wertung: ★★★★☆ 4/5

Autor: Ezekiel Boone

Titel: Die Burt I: Sie sind da

OT: The Hatching, 2016

Verlag: Fischer TB

ISBN: 99783596035533

Deutsche Erstausgabe: 06/17

Seiten: 397

Einband: Klappenbroschur

Genre: Thriller, Endzeit

dazu passt:



"Klendathu war bereits besiedelt.
Von Arachnoiden."
– Starship Troopers


Was hat das Zitat des Nachrichtensprechers aus Paul Verhoeven's Verfilmung (Das Buche habe ich nie gelesen) von Starship Troopers mit diesem Buch zu tun? Das letzte Wort gibt Auskunft: ARACHNOIDEN.
Des Öfteren hatte ich Zitate aus diesem Film im Kopf, während dem ich Ezekiel Boone's Spinnenszenario gelesen habe. "Böse böse Bugs."

Im Epilog lernen wir Henderson kennen, der so fett wie das Leben und doppelt so reich ist. Er befindet sich auf einer Wanderung durch den Dschungel mit ein paar Models und einem Führer, der plötzlich von einer schwarzen Masse dahingerafft wird. Ihm wird buchstäblich das Fell über die Ohren gezogen. Die Schilderung der Todesart, wie auch jener schwarzen Masse erinnert ganz markant an Stephen King's Das Floß (enthalten in Der Gesang der Toten). Die Schilderung der Masse entspricht jener des Meisters des Horrors über seine schwarze Masse. Der Wanderführer hätte ebenso von King's ölteppichartigem Wesen gehäutet werden können. Ich war äusserst skeptisch.
Als sich die schwarze Masse dann als eine Flut aus Spinnen zu erkennen gab, war meine Skepsis verschwunden.
Die Chinesen werfen eine Atombobe, im Örtchen DESPERATION (ja auch hier erinnern wir uns TAK! wieder an Stephen King TAK! und sein gleichnamiges Buch TAK!, welches hauptsächlich in den stillgelegten Mienen spielt TAK!) verschanzen sich Menschen in einem Bunker, im Glauben, das Armageddon sei eingeläutet worden, ein Flugzeugabsturz gibt Rätsel auf. Biologin Melanie (ein Spinnenfan) erhält eine seltsame FedEx-Sendung und wird plötzlich zur Schlüsselfigur in dem ganzen Wahnsinn. Kann sie mit ihrem Wissen über Arachnoiden die Menschheit vor deren Auslöschung durch die 8-Beiner retten?


Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Absolut!
Dieses Buch ist für jeden, der gerne Endzeitthriller liest. Ich empfehle es auch jedem, der an Arachnophobie leidet, denn in dem Fall sind Adrenalinschübe garantiert.
Die Brut ist ein spannender Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen mag. Boone zeigt uns ein mögliches Endzeitszenario, in dem die Welt mal nicht durch atomare oder biologische Waffen ausgelöscht wird, sondern durch die Natur selbst.
Jedes Kapitel spielt an einem anderen Ort auf der Welt und schildert die dortigen Ereignisse.
Es ist flüssig geschrieben, humorvoll, ernsthaft, interessant und ganz nach Stephen King, bitterböse.
Wir dürfen gespannt sein, ob die Menschheit in Band 2 vernichtet wird...

► Das Wort Fuck wird 23x verwendet (wenn ich richtig gezählt habe)


Spoiler - Gedankenstütze für mich

Nazca-Spinne
Die Chinesen werfen eine Atombobe auf die Provinz Xinjiang, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, die Spinnenplage auszulöschen. 
Die meisten Personen sind irgendwie miteinander verbunden. 
Gen Ende des Buches werden in den Strassen tote (leere) Spinnen zusammengekehrt. Melanie kommt zur Erkenntnis, dass diese Spinnen anders sind, als gewöhnliche. Sie schildert ihre Erkenntnis anhand eines Vergleichs mit einem Bienenvolk. So war diese Spinnenplage erst die Vorhut. Späher, die aufräumen und einen Weg bahnen sollten. Daher auch die kurze Lebensdauer. Es werden Weitere folgen. Weit schlimmere Spinnen. Kurz gesagt, sie sind am Arsch. Die Menschheit ist am Arsch. 


Assoziationen zu Filmen/Büchern

Desperation:
Ortschaft Desperation, stillgelegte Mienen

Das Floss:
Beschreibung der schwarzen Masse, Todesart des Wanderführers

Jurassic Park II - Lost World: 
Ein herrenloses Schiff donnert in den Hafen. Im Frachtraum befindet sich keine T-Rex-Mamma. Der Frachter ist besiedelt von Arachniden.

Düstere Legenden 3 - Bloody Mary:
Spinnen im Kopf, die aus der Haut schlüpfen

Wenn ich mal wieder Zeit zum lesen habe und dies am Teich, den wir (mein Vater, mein Bruder und ich) anno dazumals selbst ausgehoben hatten, dann wissen die Menschen, die ich als Freunde bezeichne, Navi M. Gray hat Waschtag! Das sind dann immer 2-4h, in denen ich auf die Wäsche warte und lesen kann. 



Mein Dank geht an die Verlagsvertretung Schweiz des Fischerverlags für die Zustellung des Reziex 💜


Freitag, 9. Juni 2017

Poppy J. Anderson - Geheimzutat Liebe

Meine Wertung: ★★☆☆☆ 2/5

Autor: Poppy J. Anderson

Titel: Geheimzutat Liebe - Taste of Love

OT: -

Verlag: Bastei Lübbe

ISBN: 9783404174683

Deutsche Erstausgabe: Frühjahr '17

Seiten: 380

Einband: Klappenbroschur

Genre: Liebeskomödie



"Dieses Buch in Flaschen abgefüllt
ergibt ein prima Schlafmittel."
– Navi M. Gray



Ich denke, ich gehöre zu den Wenigen, die keinen Lobgesang anstimmen, wenn sie über dieses Buch berichten.
Rezensionen anderer Menschen lese ich erst, wenn ich die Meine verfasst habe. Daher weiss ich, dass ich aus dem Rahmen falle. Aber das ist ja nichts Neues.
Ich lese alle Genres und Subgenres der Belletristikabteilung, jedoch überwiegend Psychothriller. Hin und wieder eine Liebesschnulze.
Bei Geheimzutat Liebe hat mich das Cover angesprochen. >> Ich weiss, kaufe nie ein Buch aufgrund des Covers. << Aber erstes habe ich es nicht gekauft, ich habe ein Lese-/Reziex erhalten. Zweitens schenkt man einem Buch, das ein kreuzhässliches Cover hat ohnehin nicht gross Beachtung, es sei denn man kennt des Autoren Namen oder es handelt sich um eine Empfehlung.
Wie dem auch sei habe ich den Klappentext gelesen, welcher sich doch recht gut anhörte.
Dann habe ich mit dem Lesen begonnen. Es hat mich nicht gepackt, sodass ich gleich das ganze Buch verschlungen hätte. Aber irgendetwas hatte es an sich, dass ich es doch nicht einfach weiter schenken wollte und so habe ich doch immer mal wieder ein paar Seiten gelesen - bis ich es dann durch hatte.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Nein und Ja
Hat man eine Schnulze gelesen, kennt man sie alle. Hie und da gibt es ein paar Unterschiede, aber das Muster ist stets das gleiche.
Hier haben wir 380 Seiten von immer dem Gleichen. Die Story ist absehbar. Es kommt zu keinen unerwarteten Handlungen oder Wendungen. Daher mein Zitat mit dem Schlafmittel.
Auf diesen 380 Seiten wird jedes Ami-Klischee bis auf die Knochen ausgeschlachtet, was manch einem Leser gefallen wird, mir jedoch nicht.

Der Schreibstil der Autorin ist allerdings wunderbar! Sie schreibt humorvoll und locker und bringt doch die eine oder andere Metapher, die von mir sein könnte -_^
Dafür gibt's ein fettes Plus!

Wer ein witziges und unterhaltsames Buch lesen will, bei dem man nicht gross nachdenken braucht, der kommt hier auf seine Kosten.


Herzlichen Dank an die Verlagsvertretung von Bastei Lübbe für die Zustellung des Exemplars <3

Dienstag, 30. Mai 2017

Jeff Menapace - Das Spiel III: Tod

 Meine Wertung: ★☆☆☆☆ 1/5

Autor: Jeff Menapace

Titel: Das Spiel #3 - TOD

OT: Bad Games Hellbent

Verlag: Heyne

ISBN: 9783453677098

Deutsche Erstausgabe: 05/17

Seiten: 336

Einband: Taschenbuch

Genre: Thriller

dazu gehören:
Menapace - Das Spiel #1
Menapace - Das Spiel #2


"BETET FÜR
DAS LETZTE SPIEL"
verkünden rote Letter auf der Rückseite des Buches...

Meine Meinung dazu?

"BETET UM EIN ENDGÜLTIGES ENDE!"
...denn es ist an Langeweile kaum zu überbieten...

"Meinungen sind wie Arschlöcher, jeder besitzt sowas."


In der Gewerbeschule lernen die Buchhändler, zumindest in der Schweiz, wie man eine Geschichte zusammenfasst. Eine wahre Herausforderung war, die Geschichte "Das Bettelweib von Locarno" in 5 Sätzen zu schildern. In der Taschenbuchausgabe von Stephen King's Schwarz wurden seine Werke in zwei Sätzen zusammengefasst. Hochachtung!
Ich versuche dies nun hier auch umzusetzen. Nicht nur in diesem Beitrag sondern künftig. Denn mich nerven Rezensionen, die mit einer ausgeschmückten Zusammenfassung beginnen. Für etwas stellen uns ja die Verlage schliesslich Klappentexte zur Verfügung, nicht?

Also, Zusammenfassung von Teil 1 - Opfer:
Eine Familie macht Urlaub und wird in ihrem Ferienhäuschen von zwei brutalen Sadisten, den Fanelli-Brüdern, überfallen und gefoltert.

Zusammenfassung von Teil 2 - Rache:
Die selbe Familie hat sich mehr oder weniger von den Vorfällen am Crescent Lake erholt und wird erneut heimgesucht, diesmal von der Schwester und dem Vater von den beiden Fanellis, die Rache geschworen haben.

Zusammenfassung von Teil 3 - Tod:
Monica ist zurück und holt sich in einem Heim für schwer erziehbare Mädchen Kelly, die sie in der Kunst des Tötens unterrichtet und die sie auf ihrem Rachefeldzug gegen Domino, den Bodyguard der Lamberts, und die Familie Lambert begleitet.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

Nein.
Von der von mir gelobten Spannung und Glaubwürdigkeit des ersten Bandes ist hier nichts mehr Eigentlich könnte ich meine Rezension zu Band 2 einfach kopieren und hier einfügen.
Teil 3 ist noch grösserer Müll, als Teil 2.

Bei Trilogien heisst es doch gemeinhin, dass der zweite Teil immer "kompletter Mist" ist. Sollte Jeff Menapace hier den Versuch gestartet haben wollen, diese Aussage zu bekräftigen, so ist ihm dies gelungen.

Monica ist zurück und richtet gleich auf den ersten paar Seiten ein Paar hin, um deren Truck an sich zu nehmen. Sie gibt sich als Journalistin aus und holt sich aus einem Heim für schwer erziehbare Mädchen, die junge Kelly, die sie in der Kunst des Tötens unterrichtet. Kelly soll Monica bei deren Rachefeldzug gegen Domino und die Lamberts unterstützen.
Domino hatte ja im letzten Band Monica's Vater umgebracht, weshalb diese auf Rache sinnt.
Amy Lambert führt inzwischen eine Art Beziehung mit Domino. Dieser ist praktisch bei den Lamberts eingezogen, um sie zu beschützen...

Zu viel der Gefühlsduselei, unglaubwürdige Handlungen, sowie Figuren... in einem Wort:
ätzend!

SPOILER

Amy erschiesst Monica, ja richtet diese buchstäblich hin. Na klar... was auch sonst... 

Und wie so oft, geht mein besonderer Dank an die Verlagsvertretung des Heyne Verlags, für die Zusendung des Rex <3